+
Ein Flüchtlingskind nimmt sich einen Pullover aus einem Kleiderhaufen neben den Zelten verschiedener Hilfsgruppen für Flüchtlinge.

Organisation "Tent"

Flüchtlingskrise: Unternehmen wollen Hilfe bereitstellen

Berlin - Die "Firmenchefs der Welt" sollen Geld oder Dienstleistungen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise zur Verfügung stellen - oder gleich Jobs für Migranten schaffen. Das fordern eine Initiative, zu der Airbnb, die Idea-Stiftung, LinkedIn oder UPS gehören.

Mehrere große Unternehmen haben sich zu einer Initiative zusammengeschlossen, um die Flüchtlingskrise in Europa und weltweit zu mildern. Zu den Gründungsmitgliedern zählen der Unterkunftsvermittler Airbnb, die Ikea-Stiftung, das Berufsnetzwerk LinkedIn, MasterCard und UPS, wie die Organisation namens Tent am Dienstag in Davos im Vorfeld des dortigen Weltwirtschaftsforums mitteilte.

Die Organisation will nach eigenen Angaben dafür sorgen, dass "die Firmenchefs der Welt" Geld oder Dienstleistungen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise zur Verfügung stellen oder Jobs für die Migranten schaffen. Bis Mitte des Jahres soll die Zahl der teilnehmenden Unternehmen auf 100 steigen.

Initiiert wurde das Netzwerk von Hamdi Ulukaya, dem Gründer der US-Joghurt-Firma Chobani. "Wenn wir den mehr als 60 Millionen Flüchtlingen in aller Welt Hoffnung und Chancen geben wollen, kann dies nicht nur von Regierungen und Nichtregierungsorganisationen kommen", erklärte er. Unternehmen hätten hier ebenfalls "eine entscheidende Rolle".

Eine gute Gelegenheit, weitere Teilnehmer für die Initiative Tent zu rekrutieren, bietet das Weltwirtschaftsforum, dass von Dienstag bis Samstag in Davos abgehalten wird. Dort werden mehr als 2500 Manager und Politiker aus aller Welt erwartet. Die Flüchtlingskrise wird ein zentrales Thema des Treffens sein.

Tent-Initiator Ulukaya ist türkischer Kurde und war 1994 als Student in die USA gezogen. Dort gründete er die Firma Chobani und hat seither großen Erfolg mit dem gleichnamigen Joghurt griechischer Art.

afp

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Zuckerberg-Anhörung im EU-Parlament voraussichtlich doch öffentlich
Facebook-Chef Mark Zuckerberg wird nach Druck aus dem EU-Parlament voraussichtlich doch öffentlich in Brüssel aussagen.
Zuckerberg-Anhörung im EU-Parlament voraussichtlich doch öffentlich
Athen: Beratungen mit Geldgebern erfolgreich abgeschlossen
Athen (dpa) - Griechenland und seine internationalen Geldgeber haben die laufenden Beratungen zu weiteren Reform- und Sparmaßnahmen erfolgreich abgeschlossen. Dies …
Athen: Beratungen mit Geldgebern erfolgreich abgeschlossen
Ryanair macht trotz sinkender Ticketpreise mehr Gewinn
Ryanair bleibt Europas Billigflieger Nummer eins - obwohl es im letzten Jahr teils turbulent zuging. Für das kommende Geschäftsjahr schlägt Chef O'Leary vorsichtigere …
Ryanair macht trotz sinkender Ticketpreise mehr Gewinn
„Gutes aus Deutschland“? Aufregung über dieses Etikett von Aldi-Äpfeln 
Eine leckere Packung Äpfel - „Gutes aus Deutschland“ verspricht das Etikett. Doch die Kunden von Aldi bekommen bei genauerem Hinsehen eine böse Überraschung zu Gesicht.
„Gutes aus Deutschland“? Aufregung über dieses Etikett von Aldi-Äpfeln 

Kommentare