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Der schillernde Unternehmer Tapie hatte sich von der früheren Staatsbank Crédit Lyonnais bei dem Verkauf seiner Anteile an dem Sportartikel-Hersteller Adidas-Anteile geprellt gesehen und deswegen geklagt. Foto: Fred Dufour

Unternehmer Tapie muss Millionen-Entschädigung zurückzahlen

Der Streit zwischen dem unkonventionellen französischen Geschäftsmann Bernard Tapie und der Großbank Crédit Lyonnais um den Verkauf von Adidas dauert seit Jahren - jetzt muss Tapie eine Millionen-Entschädigung zurückzahlen.

Paris (dpa) - Der französische Unternehmer Bernard Tapie muss mehr als 400 Millionen Euro in seinem Streit mit der früheren Staatsbank Crédit Lyonnais zurückzahlen.

Zu diesem Urteil kam das Berufungsgericht am Donnerstag in Paris. Der schillernde Unternehmer Tapie hatte sich von der früheren Staatsbank Crédit Lyonnais bei dem Verkauf seiner Anteile an dem Sportartikel-Hersteller Adidas-Anteile geprellt gesehen und deswegen geklagt.

Der Schiedsspruch 2008 brachte ihm die mehr als 400 Millionen Euro ein, Zinsen eingerechnet. An der damaligen Einigung beteiligt war auch die heutige Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, als französische Wirtschaftsministerin.

Vor Gericht forderte Tapie nun zwischen 516 und 1,1 Milliarden Euro, was das Berufungsgericht zurückgewiesen hat. Die zwei von Tapie beschuldigten Filialen des Crédit Lyonnais, SDBO und Clinvest "haben nicht die Fehler begangen, die ihnen zu Last gelegt werden", hieß es in dem Urteil. Tapies Anwalt, Emmanuel Gaillard, klagte, seinem Mandanten sei mit diesem Urteil "schlicht und einfach Recht verweigert" worden. "Wir prüfen jetzt alle Rechtsmittel, um in dieser Angelegenheit endlich zu einer gerechten Lösung zu kommen". 

Tapie kann den Kassationsgerichtshof anrufen, der etwa dem Bundesgerichtshof in Deutschland entspricht. Nach Einschätzung von Juristen muss dieses Urteil allerdings vollstreckt werden. Das bedeutet, dass Tapie die geforderte Summe ohne Zeitverzug zurückzahlen muss. 

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