Toyota-Untersuchung: Fahrer oft selbst schuld

Washington - Eine vorläufige Studie der US-Regierung entlastet den japanischen Autobauer Toyota von dem Verdacht, seine Modelle könnten ungewollt beschleunigen.

Die Auswertung von 58 Datenschreibern der Fahrzeuge ergab, dass in 35 Fällen der Fahrer vor dem Unfall überhaupt nicht gebremst hatte, wie aus den am Dienstag (Ortszeit) vorgelegten Ergebnissen hervorgeht. Bei etwa der Hälfte dieser Fälle wurde kurz vor dem Unfall das Gaspedal getreten, 14 Autos wurde nur halbherzig abgebremst.

Toyota musste seit Ende 2009 wegen Qualitätsproblemen rund 9,5 Millionen Autos zurückrufen und zahlte wegen schlechter Informationspolitik über die Pannenserie in den USA eine Rekordstrafe von 16,4 Millionen Dollar (12,5 Millionen Euro). Bei der US-Regierung gingen etwa 3.000 Beschwerden wegen plötzlicher Beschleunigung von Toyota-Fahrzeugen ein. Der weltgrößte Autobauer macht in seinen eigenen Untersuchungen klemmende Fußmatten, blockierende Gaspedale und die Verwechslung von Pedalen für die Zwischenfälle verantwortlich.

Treu - der Toyota RAV4

Treu - der Toyota RAV4

dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erwärmung der Ostsee könnte Heringsfischer hart treffen
Der Hering gehört zu den beliebtesten Speisefischen hierzulande. Doch Wissenschaftler warnen: Die Bestände in der Ostsee könnten wegen der Wassererwärmung drastisch …
Erwärmung der Ostsee könnte Heringsfischer hart treffen
Italien hebt Wirtschaftsprognosen an
Rom (dpa) - Italien hat seine Prognosen für die Wirtschaftsleistung in diesem und im kommenden Jahr angehoben. "Wir haben höhere und solidere Wachstumszahlen als …
Italien hebt Wirtschaftsprognosen an
Nach May-Rede: Moody's stuft Kreditwürdigkeit Großbritanniens ab
Kurz nach der Rede der britischen Premierministerin Theresa May hatte die US-Ratingagentur Moody's ihre Einschätzung der Kreditwürdigkeit Großbritanniens bereits nach …
Nach May-Rede: Moody's stuft Kreditwürdigkeit Großbritanniens ab
Autoindustrie kann Diesel-Updates steuerlich absetzen
Berlin (dpa) - Die deutsche Autoindustrie kann die Kosten für die Software-Updates bei Millionen Dieselautos steuerlich absetzen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" …
Autoindustrie kann Diesel-Updates steuerlich absetzen

Kommentare