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Die amerikanische Abwrackprämie fand reißenden Absatz und ist viel früher ausgeschöpft als gedacht.

US-Abwrackprämie endet mit Kundenansturm

Washington - Abwracken bis zur letzten Minute: Unmittelbar vor dem Auslaufen der erfolgreichen US-Abwrackprämie nach deutschem Vorbild haben die Amerikaner noch einmal die Autohäuser gestürmt.

Der US-Fernsehender CBS sprach von einem “wilden Wochenende“ für Händler. Noch bis zum Montagabend um 20 Uhr Ortszeit (2.00 Uhr Dienstagmorgen deutscher Zeit) durften die US-Bürger Benzinfresser gegen spritsparende Modelle eintauschen und dafür Zuschüsse zwischen 3500 und 4500 Dollar (etwa 2440 bis 3140 Euro) einstreichen.

Schätzungen zufolge konnten dank des Programms laut der Zeitung “New York Times“ binnen fünf Wochen schätzungsweise rund 700.000 Wagen an den Mann gebracht werden. Der “New York Times“ zufolge schraubte “Cash for Clunkers“ (Bares für Rostlauben) den Autoverkauf in den USA auf das höchste Niveau seit Herbst 2008. Größter Gewinner der Aktion war allerdings laut CBS der japanische Hersteller Toyota, auf den 19 Prozent der Verkäufe entfielen, gefolgt von General Motors mit 18 Prozent und Ford mit einem Anteil von 15 Prozent.

Die Regierung ließ das Programm Wochen vor dem ursprünglich geplanten Termin auslaufen, weil der Topf von drei Milliarden Dollar schneller als erwartet aufgebraucht wurde. Verkehrsminister Ray LaHood sprach von einem “Rettungsanker für die Automobilindustrie“ und nannte das Programm “die beste Wirtschaftsstory in Amerika“.

Die Nachfrage nach “Cash vor Clunkers“ war in den USA von Anfang so groß, dass die zunächst vorgesehene eine Milliarde Dollar an Mitteln schon wenige Tage nach dem Start aufgebraucht war. Der Kongress beschloss daraufhin in Windeseile eine Aufstockung auf drei Milliarden Dollar. Der enorme Ansturm hat indessen dazu geführt, dass die Regierung bei der Rückerstattung der Prämien an die Händler stark hinterherhinkt.

dpa

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