US-Arbeitsmarkt schwächer als erwartet

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Washington (dpa) - Auf dem US-Arbeitsmarkt hat sich das Bild im März stärker als erwartet eingetrübt. Die größte Volkswirtschaft der Welt verlor angesichts der Konjunkturflaute 80 000 Jobs, wie das US- Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte.

Die Arbeitslosenquote stieg auf 5,1 Prozent von 4,8 Prozent im Vormonat. Ökonomen hatten mit einem Minus von nur 50 000 Arbeitsplätzen gerechnet. Es war der dritte Monat mit Jobverlusten in Folge. Das hatte es zuletzt im Frühjahr 2003 gegeben. Über die vergangenen drei Monaten büßten die USA damit insgesamt 232 000 Arbeitsplätze ein, hieß es.

Die größten Verluste gab es den Angaben zufolge erneut im Bausektor und im verarbeitenden Gewerbe. Im Gesundheitswesen, im Bergbau und in der Nahrungsmittelindustrie habe sich der Aufwärtstrend hingegen fortgesetzt, teilte das Ministerium mit.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte erst am Donnerstag ein düsteres Bild der US-Wirtschaft gezeichnet. Das Wachstum sei derzeit praktisch zum Stillstand gekommen und werde auch über die kommenden Quartale hinweg angesichts der Immobilien- und Kreditkrise schwach bleiben, sagte IWF-Chefökonom Simon Johnson. Medienberichten zufolge schraubte der Fonds seine US-Wachstumsprognose für 2008 massiv um einen ganzen Prozentpunkt auf 0,5 Prozent zurück.

Zuvor hatte der Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, erstmals eingeräumt, dass die US-Wirtschaft in diesem Jahr in eine Rezession rutschen könnte. Im letzten Quartal 2007 war das Wachstum bereits auf eine hochgerechnete Jahresrate von 0,6 Prozent zurückgegangen.

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