US-Börsen mit Verlusten wegen schwachen Konjunkturdaten

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New York (dpa) - Nach schwachen Konjunkturdaten haben die US- Aktienmärkte am Mittwoch im Minus geschlossen. Finanzwerte standen ein weiteres Mal besonders unter Druck. Rohöl verteuerte sich wieder deutlich. Der Euro setzte ebenfalls zu einem neuen Höhenflug an.

Der Dow-Jones-Index fiel um 0,88 Prozent auf 12 422,86 Punkte. Der S&P-500-Index verlor ebenfalls 0,88 Prozent auf 1341,13 Punkte. Der NASDAQ-Index gab 0,71 Prozent nach auf 2324,36 Punkte.

Die Auftragseingänge für langlebige Güter sanken im Februar überraschend um 1,7 Prozent zum Vormonat. Das belastete den Markt.

Der Telekomausrüster Motorola will sich in eine Handy- und eine Geschäftskundensparte aufspalten, die beide börsennotiert sein sollen. Die Aktie stieg gegen den Trend 2,7 Prozent auf 10,02 Dollar.

Der verlustreiche US-Autobauer Ford verkauft die Traditionsmarken Jaguar und Land Rover an die indische Tata Motors. Der Kaufpreis ist weit weniger als der Ford einst bezahlte und seither investierte. Die Börse bestrafte dies mit minus 2,2 Prozent auf 5,87 Dollar.

Bergab ging es auch für Citigroup am Dow-Ende mit minus 5,9 Prozent auf 22,05 Dollar. Die Bank zahlt zur Beilegung eines Rechtsstreits um die Insolvenz des Enron-Konzerns 1,66 Milliarden Dollar. Analysten befürchten zudem höhere Verluste der Großbank.

Die Milliardenübernahme des größten US-Radiobetreibers Clear Channel Communications steht laut Berichten wegen Finanzproblemen auf der Kippe. Die Aktie stürzte um 17,3 Prozent auf 26,92 Dollar ab.

Computerspiele-Produzent Take-Two Interactive wies die Kaufofferte des weltgrößten Anbieters Electronic Arts erneut als unzureichend zurück. Take-Two Interactive stiegen 0,4 Prozent auf 25,91 Dollar, Electronic Arts fielen 1,43 Prozent auf 49,46 Dollar.

Rohöl kostete am Abend rund 106 Dollar je Barrel (159 Liter) - etwa fünf Dollar mehr zum Handelsschluss am Vortag. Für den Schub sorgten der schwache Dollar und unerwartet niedrige US-Ölreserven.

Der Rentenmarkt tendierte leicht höher. Richtungsweisende zehnjährige US-Staatsanleihen verteuerten sich um einen viertel Punkt. Die Rendite sank auf 3,464 Prozent. Der Euro setzte zu einem neuen Höhenflug an. Die Gemeinschaftswährung verteuerte sich kräftig auf 1,5855 Dollar nach 1,5611 Dollar am Vortag.

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