US-Chiphersteller AMD vor massivem Jobabbau

-

Sunnyvale (dpa) - Der verlustreiche US-Chiphersteller AMD streicht zehn Prozent seiner Stellen und erwartet weniger Umsatz als geplant. Der Abbau von etwa 1650 der insgesamt mehr als 16 000 Jobs solle bis zum Ende des dritten Quartals erfolgen, teilte der Intel-Konkurrenten in Kalifornien mit.

Die Höhe der dadurch anfallen Kosten stehe noch nicht fest. Nach bisherigen Plänen wollte AMD im dritten Quartal operativ wieder schwarze Zahlen schreiben. Im ersten Quartal sei voraussichtlich ein Umsatz von 1,5 Milliarden Dollar (0,95 Mrd Euro) erzielt worden, das sind 15 Prozent weniger als im Schlussquartal 2007. Erwartet hatte Advanced Micro Devices (AMD) dagegen lediglich einen saisonal üblichen etwa halb so starken Rückgang. Der Konzern will die Ergebnisse für die ersten drei Monate am 17. April vorlegen.

AMD hatte zuletzt auch mit Lieferverzögerungen zu kämpfen. Der überteuerte Kauf des Grafikchip-Spezialisten ATI riss überdies Milliarden-Löcher in die Bilanz. Im Kerngeschäft mit PC-Prozessoren schaffte es AMD aber wieder in die schwarzen Zahlen. AMD betreibt eine seiner Hauptfertigungen in Dresden. Mit dem Marktgiganten Intel liefert sich der weit kleinere AMD-Konzern einen Wettlauf um neue, immer leistungsfähigere Prozessoren mit mehreren Rechenkernen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Abgasaffäre: Zwangsrückruf für Audi-Dieselmodelle
Audi muss nun auch Modelle mit V6-TDI-Motoren umrüsten. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat verpflichtende Rückrufe dieser Fahrzeuge angeordnet. Es geht einmal mehr um …
Abgasaffäre: Zwangsrückruf für Audi-Dieselmodelle
Verdi macht Front gegen Aufspaltung von T-Systems
Berlin (dpa) - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die geplante Aufteilung der Telekom-Sparte T-Systems in zwei Gesellschaften kritisiert.
Verdi macht Front gegen Aufspaltung von T-Systems
Aldi bricht ab Montag ein großes Rabatt-Tabu
Die Kunden wird es freuen, die Konkurrenz ins Schwitzen bringen: Aldi bricht ab Montag ein großes Rabatt-Tabu und startet eine noch nie dagewesene Aktion.
Aldi bricht ab Montag ein großes Rabatt-Tabu
Reisebranche macht Druck: Urlaubssteuer muss weg
Veranstalter-Reisen könnten teurer werden, warnt die Tourismusbranche. Die Politik müsse endlich Klarheit bei der umstrittenen Urlaubssteuer schaffen.
Reisebranche macht Druck: Urlaubssteuer muss weg

Kommentare