Wachstumsschub für Wirtschaft

US-Handelsabkommen: 160.000 neue Stellen in Deutschland

München/Gütersloh - Deutschland würde von einem Freihandelsabkommen zwischen den USA und Europa profitieren: 160.000 neue Arbeitsplätze könnten so geschaffen werden.

Nahezu alle Branchen in allen Bundesländern würden profitieren. Gewinner wären aber besonders Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. Die Gespräche über ein transatlantisches Freihandelsabkommen sollen am Montag fortgesetzt werden.

Ein Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA würde allein der bayerischen Wirtschaft einer Studie zufolge einen kräftigen Wachstumsschub geben und fast 20.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Durch den Abbau von Handelsbarrieren könnten die Exporte von Bayern in die USA um fast ein Viertel zulegen, heißt es in einer Analyse der Bertelsmann Stiftung und des ifo-Instituts, die am Freitag in Gütersloh veröffentlicht wurde.

Damit wäre Bayern einer der größten Profiteure unter den Bundesländern. Insbesondere für den Fahrzeug- und Maschinenbau erwarten die Experten deutliche Zuwächse durch ein Handelsabkommen mit dem wichtigen US-Markt.

Für ganz Deutschland rechnet die Studie mit 160.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen. „Gewinnen würden von einem Freihandelsabkommen nicht nur Großkonzerne, sondern insbesondere der Mittelstand“, sagte Aart De Geus, Vorstandschef der Bertelsmann Stiftung.

Die Verhandlungen zwischen der EU und den USA gehen kommende Woche (7.10.) in eine neue Runde. Sollten sie zum Erfolg führen, würde die weltweit größte Freihandelszone mit gut 800 Millionen Einwohnern geschaffen. Experten hoffen auf bis zu zwei Millionen neue Arbeitsplätze.

dpa/afp

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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