+
Mobilfunker müssen Lizenzen kaufen, um auf bestimmten Funkfrequenzen senden zu dürfen. Foto: Matthias Balk/Archiv

US-Frequenzauktion: Mobilfunker bieten Milliardensummen

Washington (dpa) - Die Versteigerung von Mobilfunk-Frequenzen in den USA hat mit Milliardengeboten begonnen. Nach der am Dienstagabend zu Ende gegangenen ersten Runde liegen die Gebote zusammen bei knapp 8,5 Milliarden US-Dollar.

Das berichtet die US-Telekomaufsicht FCC auf ihrer Webseite. An der Auktion nehmen 62 Bieter teil - darunter die drei größten landesweiten Mobilfunker AT&T, Verizon und die Telekom-Tochter T-Mobile US.

Mobilfunker müssen Lizenzen kaufen, um auf bestimmten Funkfrequenzen senden zu dürfen. Die Bandbreite ist begrenzt, die Lizenzen daher entsprechend teuer. Die Telekom hat ihrer derzeit erfolgsverwöhnten US-Sparte für die Versteigerung milliardenschwere Finanzhilfen bereitgestellt. Unter den Hammer kommt das begehrte Spektrum um die Wellenlänge von 600 Megahertz (MHz), das unter anderem hohe Reichweiten zum Beispiel für die Versorgung mit mobilem Internet bietet. T-Mobile US ist bei niedrigen Frequenzen wie dieser nach Meinung einiger Analysten etwas schwach ausgestattet.

Die komplexe Auktion läuft schon seit Monaten und tritt nun in die zweite Phase. Fernseh- und Radiostationen müssen das Frequenzband für den Mobilfunk räumen und haben dafür in einem ersten Schritt ihre Preisvorstellungen genannt. Laut FCC müssen daher insgesamt über 88 Milliarden Dollar an Geboten zusammenkommen.

Wann die Auktion endet, ist wegen der Bedingungen nicht abzusehen. Solange für die über 400 einzelnen Teilmärkte neue Gebote eingehen, läuft die Versteigerung weiter. In den USA erwerben die Bieter die Nutzungsrechte komplett und nicht wie in Deutschland üblich nur für einen bestimmten Zeitraum.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Experte erklärt, welchen Fehler Sie am „Black Friday“ nicht machen sollten
Der „Black Friday“ läutet die große Einkaufsoffensive vor Weihnachten ein. Ein Psychologe erklärt, welchen Fehler Schnäppchenjäger vermeiden sollten.
Experte erklärt, welchen Fehler Sie am „Black Friday“ nicht machen sollten
Dax geht nach Erholung erst einmal die Luft aus
Frankfurt/Main (dpa) - Nach der Erholung seit dem Wochenstart haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte erst einmal zurückgehalten. Der Leitindex …
Dax geht nach Erholung erst einmal die Luft aus
Könnte Stahlfusion von Thyssenkrupp mit Tata noch platzen?
Bei den Verhandlungen mit den Arbeitnehmern über die geplante Thyssenkrupp-Stahlfusion mit Tata ist offenbar noch keine Einigung in Sicht. Während der Vorstand am …
Könnte Stahlfusion von Thyssenkrupp mit Tata noch platzen?
BGH: Klagen trotz Paypal-Käuferschutzes möglich
Karlsruhe (dpa) - Bei einem Internet-Einkauf über Paypal hat im Streitfall nicht der Online-Bezahldienst das letzte Wort.
BGH: Klagen trotz Paypal-Käuferschutzes möglich

Kommentare