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Börsianer blicken mit Sorgen nach Washington: Der festgefahrene US-Haushaltsstreit wird zu einer Belastung für den Aktienmarkt.

US-Haushaltsstreit belastet Aktienmarkt

Frankfurt/Main - Der festgefahrene Haushaltsstreit in den USA lastet weiter auf der Stimmung am deutschen Aktienmarkt. International kam es wegen der Lage in Washington schon zu ersten Kursverlusten.

Asiatische Börsen verbuchten bereits Verluste, nachdem es auch während des Wochenendes keine Annäherungen zwischen Republikanern und Demokraten gegeben hatte. Nun folgen die europäischen Handelsplätze: Im frühen Handel büßte der Dax 1,15 Prozent auf 8524 Punkte ein. Der MDax sank um 0,80 Prozent auf 15 008 Punkte. Der TecDax fiel um 0,75 Prozent auf 1086 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 1,18 Prozent auf 2894 Punkte.

Unter den Einzelwerten im Dax standen die Versorger als einzige Gewinner im Fokus sowie der Software-Hersteller SAP, dessen Aktien schwach notierten. Alle drei wurden von Studien bewegt. Analyst Benjamin Leyre von Exane BNP Paribas äußerte sich positiv zu Eon und RWE und rechnet nun im Jahr 2014 mit einer möglichen gerichtlichen Entscheidung über die früher als vorgesehene Stilllegung von Atomkraftwerken. Eine Entscheidung zugunsten der beiden Versorger würde die Sorgen über die hohen Schulden der Konzerne verringern, zeigt sich Leyre überzeugt. Die Eon-Papiere legten um 0,87 Prozent auf 13,38 Euro zu und die von RWE gewannen 1,19 Prozent auf 25,89 Euro.

Zu SAP äußerte sich Deutsche-Bank-Analyst Kai Korschelt skeptisch. Er senkte seine Prognosen für das dritte Quartal und kommentierte, dass SAP im vierten Quartal ein organisches Wachstum bei den Lizenzerlösen von sechs Prozent vorweisen müsse, um die eigenen Ziele für 2013 noch zu erreichen. Die Aktie des Walldorfer Unternehmens büßte 1,63 Prozent auf 53,23 Euro ein.

dpa

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