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Axel Springer bald mit neuem Aktionär? Ein Angebot eines großen Investmentfonds deutet in diese Richtung. 

Bild-Zeitung & Co. bald mit neuem Eigentümer

Finanzinvestor will Mehrheit an Axel Springer übernehmen

Überraschende Nachricht im Mediengeschäft: Ein großer US-Investmentfonds will zum größten Aktionär von Axel Springer werden. Das hätte möglicherweise große Auswirkungen.

Berlin/Luxemburg - Ein großer US-Investmentfonds will jetzt bei Axel Springer einsteigen - und wird damit zum größten Aktionär des Medienkonzerns. Axel Springer gibt unter anderem die Bild-Zeitung heraus, ist Eigentümer der Zeitung Welt und des gleichnamigen Fernsehsenders (früher N24). Wie Axel Springer nun mitteilt, will der US-Fonds KKR ein freiwilliges Übernahmeangebot von 63 Euro pro Aktie vorlegen.  

Friede Springer und Mathias Döpfner verzichten jedoch auf ihre Anteile und bleiben im bisherigen Umfang am Konzern beteiligt, wie es in einer Mitteilung heisst. Friede Springer, Witwe des Gründers Axel Springer, hält insgesamt 42,6 Prozent der Anteile, der Vorstandsvorsitzende Döpfner 2,8 Prozent. Beide und KKR wollen demnach künftig ihr Verhalten abstimmen und ihre Stimmrechte gemeinsam ausüben.

Axel Springer: Künftige Geschäftspolitik bleibt abzuwarten

Unklar ist, inwieweit sich die Veränderungen auf die Geschäftspolitik von Axel Springer auswirken. Experten erwarten, dass sich Axel Springer noch mehr dem Digitalgeschäft und verlagsfremden Aktivitäten zuwenden könnte. Axel Springer revidierte am Mittwoch zudem seine Prognose für dieses Jahr leicht nach unten und begründete dies mit der "gesamtwirtschaftlichen Entwicklung" und der in Frankreich verabschiedeten Digitalsteuer.

KKR (Kohlberg Kravis Roberts) ist eine der größten Beteiligungsgesellschaften weltweit. Der Fonds war 1976 von Jerome Kohlberg, Henry Kravis und George Roberts gegründet worden.

Über den Einstieg von KRR bei Axel Springer war schon länger spekuliert worden. Damals war von einer „möglichen strategischen Beteiligung“ die Rede. In die Schlagzeilen geriet Axel Springer außerdem zuletzt, weil das Unternehmen an den früheren Wettermoderator Jörg Kachelmann eine Rekordsumme zahlen musste. 

afp

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