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Was plant der Chef des Internetversandhändlers Amazon, Jeff Bezos?

Medien berichten von weiteren Plänen

Amazon-Buchläden? Manager rudert zurück

New York - Einen Tag nachdem der Chef einer Einkaufszentrumskette von Amazons Plänen für hunderte Buchläden sprach, folgt eine „Klarstellung“, die eher neue Fragen aufwirft.

Unterdessen heißt es in Medienberichten nach anonymen Quellen, Amazon habe durchaus Pläne für mehr Geschäfte. Der Chef eines US-Betreibers von Einkaufszentren, der für viel Aufsehen mit seiner Behauptung sorgte, Amazon wolle mehrere hundert Buchläden eröffnen, rudert zumindest teilweise zurück. Die Äußerung „habe nicht Amazons Pläne repräsentieren sollen“, erklärte Sandeep Mathrani rund 24 Stunden später. Es blieb bei dem einen Satz, der Raum für Interpretationen lässt, ob Mathrani seine Worte ganz zurücknimmt oder nur klarstellt, dass er nicht für Amazon spreche.

Mathrani hatte am Dienstag in einer Telefonkonferenz mit Analysten gesagt: „Amazon öffnet stationäre Buchläden und ihr Ziel ist es, soweit ich es verstehe, 300 bis 400 Buchläden aufzumachen.“ Er lieferte keine weiteren Details oder einen Hinweis darauf, woher er diese Zahlen hatte. Der Satz machte jedoch international Schlagzeilen und hatte auch Folgen an der Börse: Die Aktie der Buchhandels-Kette Barnes & Noble verlor am Mittwoch fast zehn Prozent. Nach der „Klarstellung“ von Mathrani konnte das Papier nachbörslich wieder um zwei Prozent zulegen.

Amazon hatte im November testweise einen Buchladen in einem Einkaufszentrum in seiner Heimatstadt Seattle eröffnet. Weitere Läden seien geplant, schrieb die „New York Times“ nach Mathranis Äußerungen unter Berufung auf informierte Personen. Zugleich hieß es, die Pläne seinen „bescheiden“, insbesondere im Vergleich zu der vom Handels-Manager genannten Größenordnung.

Dagegen berichtete das Technologieblog „Recode“, es gebe zwar keine aktuellen Pläne für die Eröffnung von 300 bis 400 Läden - aber zwei informierte Personen hätten diese Dimension für die Zukunft nicht ausschließen können. Amazon wolle nicht nur weitere Buchläden eröffnen, sondern auch andere Geschäfte, hieß es. Dabei könnten auch Ideen aus einem Amazon-Patentantrag für einen Laden, in dem den Kunden den Betrag für aus den Regalen entnommene Waren automatisch am Ausgang abgezogen wird, zum Einsatz kommen.

Mathrani ist Chef des Unternehmens General Growth Properties, das in den USA rund 120 Einkaufszentren betreibt.

dpa

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