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Der stellvertretende Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Stanley Fischer hat seinen Rücktritt angekündigt. Foto: Jim Lo Scalzo/Archiv

Persönliche Gründe

US-Notenbank-Vize-Chef Fischer kündigt Rücktritt an

Personalien bei der US-Notenbank werden weltweit beachtet - auch wenn es nicht um die Chefrolle geht. Der Rücktritt von Fed-Vize Fischer wirft erneut die Frage auf: Wie geht es unter US-Präsident Donald Trump an der Spitze der weltweit mächtigsten Notenbank weiter?

Washington (dpa) - Der stellvertretende Vorsitzende der US-Notenbank, Stanley Fischer, hat seinen Rücktritt angekündigt. Er wolle das Direktorium der Notenbank um den 13. Oktober herum verlassen, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung der Fed.

In einem Brief an US-Präsident Donald Trump erklärte Fischer seinen Rücktritt mit persönlichen Gründen.

Fischer war seit dem 28. Mai 2014 Mitglied der Fed und war vom damaligen Präsidenten Barack Obama ernannt worden. Zuvor war er Chef der israelischen Notenbank. Fischer ist 73 Jahre alt. Eigentlich hätte die Amtszeit von Fischer erst im Juni 2018 geendet.

Sein vorzeitiger Rücktritt gibt Trump mehr Spielraum bei der Neubesetzung des Führungsgremiums der Fed. Die Amtszeit von Notenbankchefin Janet Yellen läuft im Februar 2018 aus. Noch ist offen, ob Trump ihre Amtszeit verlängert.

Trump hatte seinen Wirtschaftsberater Gary Cohn in einem Interview ins Gespräch für die Yellen-Nachfolge gebracht. Auf die Frage, ob der Ex-Vizechef der US-Investmentbank Goldman Sachs ein Kandidat sei, antwortete Trump: "Er weiß es nicht, aber ja, das ist er." Trump machte jedoch auch Yellen Hoffnung auf eine weitere Amtszeit. Zudem könnten die Chancen von Cohn gesunken sein, nachdem er das Verhalten Trumps nach den Zusammenstößen bei einer Rassisten-Kundgebung in Charlottesville kritisiert hatte.

Nach dem Rücktritt von Fischer ist nach Einschätzung von Capital Economics eine zweite Amtszeit von Yellen unwahrscheinlicher geworden. "Trump befindet sich mit Yellen und Fischer mit Blick auf die Bankenregulierung auf Konfliktkurs", kommentierte Ökonom Paul Ashworth. Beide Notenbanker sprechen sich gegen eine Rücknahme von den in der Finanzkrise getroffenen Regulierungen aus. Trump hingegen fordert weitgehende Lockerungen, um die Kreditvergabe anzukurbeln.

Fed-Mitteilung

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