US-Ölpreis hält sich weiter nahe am Rekordhoch

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Hamburg (dpa) - Der US-Ölpreis hat sich am Mittwoch weiter in der Nähe des Rekordhochs über der Marke von 82 US-Dollar gehalten. Im Nachmittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) 82,14 Dollar und damit 63 Cent mehr als am Vortag.

Eine überraschend starke Zinssenkung in den USA und die damit verbundene Aussicht auf ein Anziehen der US-Wirtschaft trieb den WTI- Ölpreis in der vergangenen Nacht noch auf ein Rekordhoch von 82,39 Dollar.

Auch die für den europäischen Markt maßgebliche Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich im Laufe des Tages spürbar um 54 Cent auf 78,13 Euro. Damit blieb der Preis nur knapp unter der Rekordmarke vom August 2006. Die Zinssenkung um 0,50 Prozentpunkte auf 4,75 Prozent in den USA sei ein kräftiger Impuls für die US-Wirtschaft, sagte Rohstoffexperte Victor Shum vom Beratungsunternehmen Purvin und Gertz.

Die 85 Dollar-Marke sei nun beim US-Ölpreis in Sichtweite gerückt. Andere Ölexperte erwarten dagegen eher sinkende Preise, weil die US-Zinserhöhung als Reaktion auf Ermüdungserscheinungen der amerikanischen Wirtschaft zu verstehen sei.

Auch der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) hat am Dienstag eine neue Rekordhöhe von 74,92 US- Dollar pro Barrel erreicht. Damit hat sich der Preis im Vergleich zum Montag um 86 Cent verteuert. Die OPEC berechnet den Durchschnittspreis auf der Basis von inzwischen zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

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