US-Ölpreis sinkt zeitweise unter 100 US-Dollar - Rezessionsangst

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New York/London (dpa) - Der US-Ölpreis ist angesichts gestiegener Konjunktursorgen zeitweise unter 100 US-Dollar gefallen. Es gehe am Markt die Furcht um, dass die Finanzmarktkrise die Weltkonjunktur nachhaltig belasten und so auch die Nachfrage nach Rohöl vermindern könnte, sagten Händler.

Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Mai wurde am Mittag mit 100,58 Dollar gehandelt. Das waren 1,97 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Kurzzeitig war der Ölpreis bis auf 99,59 Dollar gefallen. Bereits am Mittwoch war der WTI-Preis um fast fünf Dollar eingebrochen. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Mai sank am Donnerstag um 1,33 Dollar auf 99,39 Dollar.

"Der Markt war in den vergangenen zwei Wochen sehr volatil", sagte Rohstoffstratege David Moore von der Commonwealth Bank. Vor diesem Hintergrund sei es sehr schwierig einzuschätzen, wann die Preise einen Richtungswechsel vollzögen. Allerdings könnte die Stimmung nun kippen und der Fokus der Anleger verstärkt auf die eingetrübten Perspektiven für die US-Wirtschaft gelenkt werden. Es werde befürchtet, dass weitere Banken in Liquiditätsschwierigkeiten geraten könnten und so nicht nur die US-Wirtschaft belastet werde.

Auch der etwas gestiegene Dollar habe den Anleger einen Grund zum Verkaufen gegeben, sagten Händler. Das Rohöl wird wie der Euro als Investitionsalternative zum Dollar gesehen.

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