Laut Medienbericht

US-Umweltbehörde hat offenbar Verfahren gegen Audi eingeleitet

Ingolstadt - Die US-Umweltbehörde EPA hat einem Bericht der "Bild am Sonntag" zufolge ein Verfahren gegen die VW-Tochter Audi wegen Verdachts auf eine illegale Software zur Manipulation der CO2-Werte eingeleitet.

In der kommenden Woche müssten Techniker des VW-Konzerns bei der EPA erscheinen, berichtete die Zeitung. Auch das US-Justizministerium habe mehrere Audi-Ingenieure vorgeladen.

Die "BamS" hatte vor einer Woche berichtet, dass Audi in verschiedenen Modellen mit Drei-Liter-Benzinmotor und Automatikgetriebe mit einer betrügerischen Software die Normen zum Umweltschutz umgangen habe. Diese habe dem Autobauer ermöglicht, den Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid im Testbetrieb zu senken. Audi lehnte eine Stellungnahme ab.

Die angeblich neu entdeckte Betrugssoftware unterscheidet sich von der im vergangenen Jahr entdeckten Software. VW hatte im September 2015 nach Ermittlungen von US-Behörden eingeräumt, weltweit in rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine illegale Software eingesetzt zu haben. Diese sorgte bei Abgastests für einen geringeren Ausstoß von Stickoxiden. Bei Audi nun geht es um Benziner und den CO2-Wert.

afp

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Ryanair bietet Piloten mehr Geld an
Bis zu 10 000 Euro mehr will Ryanair seinen Flugzeugführern unter anderem in Berlin und anderen Standorten zahlen. Damit will die Airline verhindern, dass es zu weiteren …
Ryanair bietet Piloten mehr Geld an
Lufthansa könnte große Teile der Air Berlin übernehmen
Eine Entscheidung ist es noch nicht, aber die Richtung scheint klar: Der deutsche Marktführer Lufthansa soll bei Air Berlin das größte Stück vom Kuchen haben. Doch der …
Lufthansa könnte große Teile der Air Berlin übernehmen
Ermittler spüren 2433 Mindestlohn-Verstöße auf
Am Bau und im Gastgewerbe stoßen die Ermittler auf die meisten Mindestlohnverstöße. Am auffälligsten sind Erfurt, Magdeburg und Berlin. Aber reichen die Kontrollen aus?
Ermittler spüren 2433 Mindestlohn-Verstöße auf
Thyssenkrupp-Stahlfusion bleibt umstritten
Die Pläne für eine Thyssenkrupp-Stahlfusion sorgen weiter für Zündstoff. Vor allem in der Belegschaft herrscht große Verunsicherung. Betriebsrat und IG Metall lehnen das …
Thyssenkrupp-Stahlfusion bleibt umstritten

Kommentare