Wie wird Trump reagieren?

Trotz unerwartet starken Jahresstarts: US-Wirtschaft schwächelt

Deutlich besser ausgefallen als angenommen ist das Wirtschaftswachstum der Vereinigten Staaten unter Führung Trumps. Dennoch hat sie an Schwung verloren.

Washington - In den ersten Amtsmonaten von US-Präsident Donald Trump ist das Wirtschaftswachstum der Vereinigten Staaten deutlich besser ausgefallen als zunächst geschätzt. Wie das Handelsministerium in Washington am Freitag mitteilte, legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Januar und März um 1,2 Prozent zu. Das waren 0,5 Prozentpunkte mehr als die erste Schätzung von Ende April ergeben hatte. Die Analysten hatten hingegen damit gerechnet, dass die damalige Schätzung nur leicht um 0,1 Punkte nach oben korrigiert werden würde. 

Die deutliche Verbesserung der Zahlen ist vor allem auf höhere Konsumausgaben der US-Bürger sowie deutlich stärkere Investitionen der Unternehmen zurückzuführen als vorher veranschlagt. Die Investitionsausgaben legten so stark zu wie seit fünf Jahren nicht mehr. 

Dennoch hat die größte Volkswirtschaft der Welt in den ersten drei Monaten des Jahres deutlich an Schwung verloren. Im Schlussquartal 2016 war die amerikanische Wirtschaft noch um annualisiert 2,1 Prozent gewachsen. Die US-Regierung strebt ein Wachstum von drei Prozent an. Nur durch einen kräftigen Anstieg des BIP wird Trump auch die von ihm geplanten massiven Steuersenkungen gegenfinanzieren können.

Seit einigen Jahren ist zum Jahresauftakt ein vergleichsweise schwaches Wachstum in den USA zu beobachten. In den Folgequartalen zeigte sich regelmäßig ein spürbares Anziehen der Konjunktur. Wachstumszahlen werden in den USA auf ein Jahr hochgerechnet. Die annualisierten Raten geben an, wie stark die Wirtschaft wachsen würde, wenn das Tempo ein Jahr lang gehalten würde. In Europa wird auf diese Annualisierung verzichtet. Deshalb sind die europäischen Wachstumsraten geringer und nicht unmittelbar mit amerikanischen Werten vergleichbar.

afp

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