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EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström ruft zum „Schulterschluss“ mit anderen Ländern auf.

Handelskrieg steht bevor

US-Zölle: EU-Kommission will „Freundeskreis mit Partnern“ schmieden

Mit vereinten Kräften will die EU-Kommission gegen die von den USA verhängten Strafzölle vorgehen und dabei ein Bündnis mit Partnern bilden. Eine Eskalation soll jedoch vermieden werden.

Straßburg - Angesichts der von US-Präsident Donald Trump beschlossenen Strafzölle auf Stahl und Aluminium hat EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström zum Schulterschluss mit anderen Ländern aufgerufen. "Wir wollen einen Freundeskreis mit Partnern weltweit schmieden", sagte sie am Mittwoch vor dem Europaparlament in Straßburg. Die Kommission prüfe, ob sie gemeinsam mit anderen betroffenen Staaten vor der Welthandelsorganisation WTO gegen die Strafzölle vorgehen könne.

"Wir zählen auf eine gute Zusammenarbeit mit dem US-Kongress"

Der für Wachstum zuständige Vize-Präsident der EU-Kommission, Jyrki Katainen, äußerte sich zuversichtlich. "Wir zählen auf eine gute Zusammenarbeit mit dem US-Kongress", sagte er. Vertreter sowohl der Demokraten als auch der Republikaner in den USA seien an guten Handelsbeziehungen zur EU interessiert. Das gelte auch für Unternehmen in den USA. "Dies ist kein Streit zwischen der EU und den USA" betonte Katainen. Letztlich würden beide Seiten einen Handelskrieg vermeiden wollen.

Erst vor Kurzen äußerte sich EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zu dem Handelskonflikt: „Wir werden unsere Industrie verteidigen“

Malmström hatte am Freitag die Hoffnung geäußert, dass die Europäer in Verhandlungen mit Washington noch - wie Kanada und Mexiko - von den Zöllen ausgenommen werden könnten. Sollte dies nicht der Fall sein, will die EU vor der WTO klagen und ihrerseits Zölle auf US-Produkte verhängen. Dazu erstellte die EU-Kommission bereits eine Liste mit Waren im Wert von 2,8 Milliarden Euro erstellt, die von Whiskey über Motorräder bis zu Jeans aus den USA reichen.

afp/sms

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