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Der Hafen von Los Angeles im Süden Kaliforniens.

Stagnation statt Auftrieb

USA: Nächster Wirtschaftsaufschwung bleibt aus

Washington - Zwischenzeitlich gab es schon Sorgen, die US-Wirtschaft könnte überhitzen. Doch neue Daten zeigen eher ein anhaltend mittelmäßiges Wachstum. Die US-Notenbank Fed wartet weiter auf den großen Durchbruch.

Die US-Wirtschaft hat sich nach einem fulminanten Halbjahr wieder deutlich abgeflaut. Im vierten Quartal letzten Jahres legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) aufs Jahr gerechnet um 2,6 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington in einer ersten Schätzung mitteilte. Im zweiten und dritten Quartal 2014 war die Wirtschaft noch um 4,6 beziehungsweise 5 Prozent gewachsen.

Insgesamt betrachtet betrug das Konjunkturplus im vergangenen Jahr 2,4 Prozent. Damit war es nur geringfügig höher als in den Jahren nach der Wirtschaftskrise von 2010 bis 2013, als es im Schnitt 2,2 Prozent betrug. Fachleute hatten mit einem besseren Wert gerechnet.

Auftrieb erhielt die Konjunktur durch Konsumausgaben, die im Weihnachtsquartal so stark wuchsen wie seit neun Jahren nicht mehr. Das Wachstum bei Unternehmensinvestitionen ließ hingegen gravierend nach. Auch die Exporte ließen nach, während die Importe deutlich zunahmen. Gesunkene Staatsausgaben drückten das BIP ebenfalls.

Das Weiße Haus in Washington gab in einer ersten Reaktion auch der angespannten weltwirtschaftlichen Lage die Mitschuld. Es äußerte die Hoffnung, dass die gesunkenen Ölpreise der globalen Konjunktur etwas Auftrieb geben können.

Die Wirtschaftsdaten sind auch eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die US-Notenbank Federal Reserve. Die denkt derzeit über die erste Erhöhung der Leitzinsen seit 2006 nach, will aber zunächst noch mehr Signale für eine stabile Erholung der Wirtschaft sehen. Manche Experten meinen, dass die Zinserhöhung nicht vor September kommt. Bislang peilten die Märkte die Jahresmitte an.

dpa

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