Vandalismus bei der Bahn: Fahrgäste sollen helfen

Nürnberg - Im Kampf gegen Vandalismus wirbt die Deutsche Bahn um die Hilfe ihrer Fahrgäste.

Wer Täter beim Beschädigen von Zügen und Bahnhöfen beobachte, solle dies melden, forderte Bahn-Sprecherin Bianca Piechaczek am Dienstag in Nürnberg anlässlich eines Aktionstages zu diesem Thema. Bei dem Aktionstag machten Bahn und Bundespolizei in Mittelfranken auf die hohen Vandalismus-Schäden aufmerksam. Dazu gehörten Graffiti, zerkratzte Fensterscheiben, aufgeschlitzte Sitze und demolierte Schaukästen. Der Bahn sei dadurch allein in Bayern ein Schaden von sechs Millionen Euro entstanden, sagte Piechaczek. Bundesweit seien es 50 Millionen Euro gewesen.

In Nordbayern seien von der Zerstörungswut besonders die Strecken zwischen Nürnberg und Lauf (Landkreis Nürnberger Land) sowie zwischen Nürnberg und Neuhaus/Oberpfalz betroffen. Dort liege deshalb auch der Schwerpunkt der Informationskampagne. Auf diesen Strecken seien an neuen Triebzügen seit März Schäden in Höhe von 140 000 Euro registriert worden. "Die Fahrzeuge sind erst ein paar Monate alt, sehen aber zum Teil aus als wären sie schon Jahre im Einsatz", sagte Piechaczek. Mitarbeiter von Bahn und Bundespolizei wollten während des Aktionstags Fahrgäste über Vandalismus informieren und um Hilfe bitten. Insbesondere Schüler sollen auf das Thema angesprochen werden, sagte Piechaczek.

dpa/lby

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