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Heizkraftwerk des Energiekonzerns Vattenfall. Das schwedische Unternehmen will im Zuge seines Sparprogramms in Deutschland 600 Stellen abbauen. Foto: Christophe Gateau

200 Millionen Euro einsparen

Verdi kritisiert Stellenabbau bei Vattenfall

Trotz Rückkehr in die Gewinnzone: Der Energiekonzern Vattenfall streicht europaweit 1500 Stellen, davon 600 in Deutschland. Das sorgt für heftige Kritik der Arbeitnehmervertreter.

Berlin (dpa) - Die Gewerkschaft Verdi hat den geplanten Stellenabbau beim Energiekonzern Vattenfall scharf kritisiert.

Offenbar wolle das schwedische Unternehmen bei den Beschäftigten sparen, um Millionenbeträge an die Aktionäre ausschütten zu können, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Robin Marks der Deutschen Presse-Agentur. "Das werden wir nicht tatenlos hinnehmen und fordern: Keine betriebsbedingten Kündigungen und eine sozial verträgliche Perspektive für alle Beschäftigten!"

Vattenfall hatte angekündigt, rund 600 Stellen in Deutschland abbauen zu wollen. Betroffen seien vor allem die Standorte Berlin und Hamburg. Europaweit werde die Zahl der Mitarbeiter und externen Berater bis zum Jahr 2020 um 1500 Vollzeitstellen reduziert, teilte das Unternehmen mit. So wolle das Unternehmen umgerechnet rund 200 Millionen Euro einsparen, wettbewerbsfähig bleiben und Spielraum für Investitionen schaffen. Betriebsbedingte Kündigungen sollen laut Vattenfall vermieden werden.

Im vergangenen Jahr hatte sich der schwedische Staatskonzern unter anderem durch den Verkauf der deutschen Braunkohlesparte deutlich verkleinert. Vattenfall hatte deshalb bereits angekündigt, die Zahl der Mitarbeiter anzupassen.

Dieser Schritt sei nötig, obwohl man gerade einen positiven Jahresabschluss präsentiert habe, teilte Unternehmenschef Magnus Hall mit. Vattenfall hatte 2017 vor allem dank Windenergie einen Gewinn von etwa 960 Millionen Euro erwirtschaftet und war damit nach vier Jahren mit Verlusten in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt.

Pressemitteilung Vattenfall (englisch)

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