Verband: Europäer kauften deutlich mehr Autos

Brüssel - Der Automarkt in Europa hat im vergangenen Monat deutlich Fahrt aufgenommen. Im Vergleich zum Oktober vorigen Jahres wurden gut elf Prozent mehr Autos zugelassen.

Gestützt von staatlichen Subventionen sei damit das Minus im Jahresverlauf auf fünf Prozent eingedämmt worden, teilte der Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) am Montag in Brüssel mit. Im Oktober wurden europaweit 1,26 Millionen Fahrzeuge erstmals zugelassen. In den ersten zehn Monaten des Jahres waren es zusammengerechnet 12,21 Millionen Autos.

Dabei stieg die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland im Oktober um gut 24 Prozent. Große Zuwächse gab es auch in Großbritannien (+31,6 Prozent) und Spanien (+26,4). In Deutschland dürften die Zuwächse in den kommenden Monaten geringer ausfallen, da die Abwrackprämie im Sommer ausgelaufen ist. Im Oktober wurden noch zahlreiche Autos ausgeliefert, deren Kauf mit der staatlichen Prämie gestützt wurde. Während die Zulassungen in Westeuropa im Oktober deutlich anzogen, gingen sie in den neuen EU-Ländern deutlich zurück.

In den ersten zehn Monaten des Jahres wurden nur in Deutschland (plus 25,9 Prozent), Österreich (plus 6,3) und Frankreich (plus 4,2) mehr Autos zugelassen - allesamt Länder, die früh mit staatlichen Stützungsmaßnahmen den Autoabsatz gestützt hatten.

Die Volkswagen Gruppe konnte ihre Zulassungszahlen im Oktober um 6,3 Prozent steigern. Im bisherigen Jahresverlauf musste der größte europäische Hersteller allerdings Einbußen um 0,7 Prozent auf knapp 2,6 Millionen einstecken. Der Marktanteil stieg in den vergangenen zwölf Monaten von 20,4 Prozent auf zuletzt 21,3 Prozent.

Ebenfalls zulegen konnte der italienische Hersteller Fiat, dessen Marktanteil im gleichen Zeitraum von 8,0 auf 8,8 Prozent stieg. Besser als der Gesamtmarkt schnitten in den ersten zehn Monaten auch PSA Peugeot Citroën, Ford, Renault, Nissan, Hyundai, Suzuki und Kia.

Deutliche Abschläge bei Zulassungen und Marktanteil mussten dagegen BMW und Daimler hinnehmen. Der Marktanteil von BMW sank auf 4,9 (Vorjahr: 5,6) Prozent - derjenige von Daimler auf 4,8 (5,4) Prozent.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Chinas Internetgigant Alibaba will im Ausland wachsen
In China ist die Handelsplattform Alibaba die klare Nummer eins. Mit Milliarden im Köcher will der Konzern die Position im Heimatmarkt stärken und richtet den Blick auch …
Chinas Internetgigant Alibaba will im Ausland wachsen
Korruptionsverdacht gegen Adidas-Manager und vier Trainer
Sporthersteller winken Nachwuchs-Basketballern auf dem Weg nach oben mit dicken Verträgen. Ein Adidas-Manager wollte laut US-Ermittlern etwas nachhelfen, um Spieler an …
Korruptionsverdacht gegen Adidas-Manager und vier Trainer
Finnen kündigen Angebot für Uniper an
Nach der Verdopplung seines Börsenwertes steht der Energiekonzern Uniper vor einer Übernahme durch den finnischen Versorger Fortum. Die Arbeitnehmervertreter bangen um …
Finnen kündigen Angebot für Uniper an
Siemens bestätigt: Zugfusion mit Alstom steht
Das erwartete Zug-Bündnis von Siemens und Alstom ist beschlossene Sache. Mit der Allianz wollen sich die beiden Partner besser gegen die harte Konkurrenz aus Fernost …
Siemens bestätigt: Zugfusion mit Alstom steht

Kommentare