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Viele Milliarden sollen in den nächsten Jahren in den Ausbau der Stromnetze investiert werden.

Stromversorger wollen "Energie-Autobahnen" bauen

Essen - Die Energieunternehmen wollen in den kommenden zehn Jahren in Deutschland 40 Milliarden Euro in neue Stromnetze investieren.

Der Ausbau habe höchste Priorität, erklärte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zum Auftakt der Messe “E-world energy & water“ am Dienstag in Essen (bis 11.2.). “Neue Netze sind die Voraussetzung für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien, für das Fahren mit umweltfreundlichen Autos und den Einsatz von Elektroautos“, sagte Roger Kohlmann vom BDEW.

Es werden nach Auffassung der Versorger Energieautobahnen benötigt, um beispielsweise Strom von großen Windanlagen in strukturschwachen Gebieten zu großen Verbrauchsregionen wie dem Ruhrgebiet zu transportieren.

Elektroautos mit ihren Akkus spielen bei der Energiespeicherung eine Rolle. Sie sollen Energie aufnehmen, wenn sie produziert, in Nachtzeiten aber kaum benötigt wird.

Die Energieversorger arbeiten derzeit in Projekten an sogenannten intelligenten Energiesystemen, die eine bessere Gesamtregelung von Einspeisung und Verbrauch garantieren sollen. Hintergrund ist der starke Anstieg regenerativer Energien. Die installierte Leistung hat sich nach BDEW-Angaben von 1998 bis Ende 2008 auf rund 38 000 Megawatt mehr als vervierfacht.

“Die hohe Dringlichkeit des Netzausbaus muss sich unbedingt auch im energiepolitischen Konzept der Bundesregierung widerspiegeln“, fordert Kohlmann. Die Vorstellung eines energiepolitischen Konzeptes hatte die CDU/FDP-Bundesregierung für den Herbst dieses Jahres angekündigt. Für ihre hohen Investitionen benötigten die Unternehmen dabei Planungssicherheit, forderte der Industrieverband. Die Genehmigungsverfahren dauerten mit sieben bis neun Jahren zu lang, Investitionsbedingungen seien unklar.

dpa

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