Verkehrsbehörde entscheidet

Taxi-Konkurrent "Uber" darf vorerst weitermachen

Hamburg - Der Taxi-Konkurrent Uber kann in Hamburg erst einmal weiter machen. Ein Verbot wird vorerst nicht vollstreckt. Die Verkehrsbehörde will ein Gerichtsurteil abwarten.

Der Taxi-Konkurrent Uber kann seinen umstrittenen Mitfahrdienst in Hamburg vorerst weiter betreiben. Die zuständige Verkehrsbehörde will ein Verbot des Fahrvermittlungsdienstes UberPOP zunächst nicht durchsetzen. Das bestätigte Sprecherin Susanne Meinecke am Samstag der dpa.

Uber war gegen ein Verbot vorgegangen und hatte sich an das Hamburger Verwaltungsgericht gewandt. Am Freitagnachmittag hatte das US-Unternehmen dann erklärt: „Uber begrüßt die Tatsache, dass der Vorsitzende Richter des Hamburger Verwaltungsgerichts dem Widerspruch gegen die Untersagungsverfügung stattgegeben hat.“ Damit sei die Verfügung gegen UberPOP somit vorläufig und bis zu einer gerichtlichen Entscheidung aufgehoben. Das seien „tolle Neuigkeiten“ für die Stadt Hamburg, sagte Uber-Manager Pierre-Dimitri Gore-Coty.

Behörden-Sprecherin Meinecke erklärte dazu, es gebe noch kein Urteil. „Wir warten aber bis dahin mit der Vollstreckung.“ Die Verkehrsbehörde in Hamburg will den Smartphone-Service UberPOP stoppen, weil sie es für unzulässig hält, dass private Fahrer mit ihrem eigenen Auto kommerziell Mitfahrdienste anbieten. Dagegen war Uber vorgegangen.

Bei UberPOP können Privatpersonen ihre Dienste mit dem eigenen Auto anbieten, die Fahrer werden per Smartphone-App bestellt. Daneben bietet Uber auch einen Chauffeurdienst an. Taxifahrer fordern bundesweit ein härteres Vorgehen gegen den App-Anbieter.

Mitte Juni hatten Taxifahrer in ganz Europa mit Streiks und Protestfahrten gegen den Vormarsch von Uber und anderer App-Dienste demonstriert. Sie sehen einen unfairen Wettbewerb, weil die Konkurrenz aus dem Internet die gesetzlichen Regeln und zum Teil hohen Lizenzkosten für das Taxi-Gewerbe umgehe.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Konkurrenz für die Bahn: Flixbus plant Zug von München nach Berlin
Wird Bahn fahren jetzt günstiger? Flixbus plant im kommenden Jahr auch Züge zwischen Berlin und München anzubieten - und das sogar auf einer besonderen Strecke. 
Konkurrenz für die Bahn: Flixbus plant Zug von München nach Berlin
Handelssorgen drücken Dax unter 13.000 Punkte
Frankfurt/Main (dpa) - Neu aufgeflammte Befürchtungen im Handelsstreit zwischen den USA und China haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt in die Flucht getrieben. Der …
Handelssorgen drücken Dax unter 13.000 Punkte
Macron richtet Appell an Zuckerberg und Konzernchefs
Paris (dpa) - Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und Chefs internationaler Hightech-Unternehmen Engagement für das …
Macron richtet Appell an Zuckerberg und Konzernchefs
"Letzter Ruhrbaron" geht: Werner Müller legt Ämter nieder
Essen (dpa) - Mit dem Rückzug des schwer erkrankten ehemaligen Bundeswirtschaftsministers Werner Müller aus dem Evonik-Aufsichtsrat ist am Mittwoch der "letzte große …
"Letzter Ruhrbaron" geht: Werner Müller legt Ämter nieder

Kommentare