Verbraucher blicken optimistischer in die Zukunft

Hamburg - Die Verbraucher in Deutschland blicken wieder optimistischer in die Zukunft. Nach einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young erwarten fast zwei Drittel der Befragten, dass die Konjunktur sich 2008 weiter positiv entwickeln wird.

Auch die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, sei geringer geworden. Etwa ein Viertel der Befragten rechnet damit, dass es ihnen im kommenden Jahr wirtschaftlich besser gehen wird, nur 14 Prozent fürchten das Gegenteil. Ende 2006 waren die Pessimisten noch

in der Überzahl: Damals erwarteten 16 Prozent eine Verbesserung im Folgejahr, 36 Prozent zeigten sich pessimistisch. An der Umfrage nahmen 2000 Personen teil.

"Die positive Entwicklung der Wirtschaft kommt nun endlich auch beim Verbraucher an", sagt der an der Studie beteiligte Thomas Harms. Besonders stark habe sich die Stimmung binnen Jahresfrist in den neuen Bundesländern gewandelt. Die Zahl der Pessimisten ging um ein Drittel zurück: Nur 15 Prozent (Vorjahr: 45) erwarten, dass es ihnen im nächsten Jahr schlechter gehen wird 2007. 26 Prozent (Vorjahr: elf) der Befragten erwartet eine Verbesserung der Situation.

Auch seine aktuelle wirtschaftliche Lage beurteilte fast jeder Dritte positiv, 16 Prozent waren unzufrieden. In den alten Bundesländern sind mit 33 Prozent deutlich mehr Menschen mit ihrer wirtschaftlichen und finanziellen Situation zufrieden als in den neuen Ländern, wo es nur 20 Prozent sind. Im Osten überwogen anders als im Vorjahr die Optimisten über die Pessimisten. Auffallend sei, dass sich schlechte Nachrichten in den vergangenen Monaten kaum auf die Stimmung der Verbraucher auswirkten.

Obwohl die Konjunktur etwas an Fahrt verliert, glauben 62 Prozent der Befragten, dass sich die positive Entwicklung 2008 fortsetzt. 38 Prozent erwarten dagegen eine Verschlechterung der Konjunktur. Der "neue Optimismus der Verbraucher" werde auch Auswirkungen auf die Konsumbereitschaft haben, schon beim anstehenden Weihnachtsgeschäft, erwarten die Macher der Studie. (dpa)

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