+
Bargeld lacht, obwohl die EC-Karte kontinuierlich an Boden gewinnt. Foto: Robert Schlesinger

Verbraucher in Deutschland zahlen weiterhin vor allem bar

Frankfurt/Main (dpa) - Deutschlands Verbraucher zahlen trotz aller technischen Neuerungen weiterhin am liebsten bar. 79 Prozent aller Geschäfte werden nach einer Studie der Bundesbank auf Grundlage von Daten aus dem Jahr 2014 mit Schein und Münze beglichen.

Allerdings sank der Bargeldanteil bezogen auf die Zahl der Transaktionen nach Angaben der Notenbank vom Donnerstag weiter leicht: Bei der letzten Erhebung der Bundesbank zum Zahlungsverhalten für das Jahr 2011 waren es noch 82 Prozent. Der wertmäßige Anteil von Bargeld blieb 2014 im Vergleich zu 2011 mit 53 Prozent unverändert.

Beim Plastikgeld gewinnt vor allem die Girocard (EC-Karte) kontinuierlich an Boden. Annähernd 30 Prozent der erfassten Umsätze werden der Studie zufolge inzwischen auf diesem Weg bargeldlos bezahlt. 2011 waren es noch rund 28 Prozent. Setze sich dieser Trend fort, sei mittelfristig davon auszugehen, dass Bargeld nach und nach durch andere Zahlungsformen ersetzt werde, erklärte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele in Frankfurt.

Das mobile Bezahlen per Smartphone oder kontaktlos quasi im Vorbeigehen hat sich nach Einschätzung der Bundesbank bislang in Deutschland nicht durchgesetzt. Vor allem Sicherheitsbedenken halten viele Verbraucher von solchen Zahlungsverfahren ab - auch wenn die Anbieter versichern, dass diese unbegründet sind. Ein Drittel der Verbraucher ist laut Bundesbank in Sachen technischer Neuerung ohnehin festgelegt: 33 Prozent der von Mai bis Juli vergangenen Jahres befragten gut 2000 Verbraucher zahlen grundsätzlich bar.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Xi Jinping eröffnet Weltwirtschaftsforum in Davos
Davos (dpa) - Mit einer Rede eröffnet der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping heute die 47. Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos.
Xi Jinping eröffnet Weltwirtschaftsforum in Davos
Bericht: Catering-Tochter der Lufthansa streicht rund 2000 Jobs
Frankfurt/Main - Bei der Catering-Tochter der Lufthansa fallen einem Zeitungsbericht zufolge in den kommenden Jahren rund 2000 Jobs weg.
Bericht: Catering-Tochter der Lufthansa streicht rund 2000 Jobs
Schwache Autowerte und Brexit-Sorgen belasten Dax
Frankfurt/Main (dpa) - Brexit-Sorgen und Strafzoll-Drohungen von Donald Trump gegen deutsche Autobauer haben am Montag die Dax-Anleger verunsichert. An den Verlusten …
Schwache Autowerte und Brexit-Sorgen belasten Dax
Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet
Berlin/München - Kurz vor seinem Amtsantritt hat Donald Trump die deutschen Autobauer abgewatscht, namentlich BMW. Doch was bedeutet das für die Hersteller konkret?
Was Trumps Warnung für deutsche Autobauer bedeutet

Kommentare