+
Deutsche Verbraucher sind derzeit die kauffreudigsten in Europa.

Studie: Stimmung der Verbraucher erholt sich

Nürnberg - Mit der Stimmung in Europa geht es langsam wieder bergauf: Die Talsohle der Rezession scheine im zweiten Quartal überwunden, glauben zahlreiche Verbraucher. Doch es herrscht noch große Verunsicherung.

Viele Verbraucher seien verunsichert und von der Nachhaltigkeit des Aufschwungs in ihrem Land nicht überzeugt, geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zu Konjunktur-, Preis- und Einkommenserwartung sowie Kauflaune in elf europäischen Ländern hervor.

Demnach hat vor allem Griechenland noch mit den Folgen der Wirtschaftskrise zu kämpfen. Wenig Vertrauen in ihre Wirtschaft hätten zudem Tschechen und Österreicher. In beiden Ländern überwiege die Verunsicherung, dass die eigene Wirtschaft zu sehr unter den Zahlungen für Griechenland leiden könnte, heißt es in der Studie.

Wer kassiert wie viel? Die 30 Topverdiener unter den deutschen Konzern-Bossen 2010

So viel kassierten die Bosse der Dax-Konzerne 2011

Erheblich zuversichtlicher schätzen dagegen die Verbraucher in Spanien, Großbritannien, Frankreich, Polen und Rumänien die wirtschaftliche Entwicklung in ihrem Land ein. Wachstumslokomotive in Europa ist laut GfK Deutschland.

Entspannung an der Preisfront wird der Studie zufolge vor allem in Großbritannien erwartet, während Bulgarien bis zum Jahresende zwischen fünf und sechs Prozent Inflation befürchtet. Mit deutlich höheren Einkommen rechnen in erster Linie die Spanier, die dank des boomenden Tourismus an eine langsame konjunkturelle Erholung in ihrem Land glauben, sowie Österreicher, Rumänen und Polen.

Den höchsten Wert bei der Einkommenserwartung erreichen die Deutschen. Letztere zeigten sich laut GfK im zweiten Quartal auch am kauffreudigsten. Schlusslichter bei der Anschaffungsneigung sind dagegen Griechenland und Großbritannien.

Für die aktuelle Studie befragten die GfK-Forscher mehrere tausend Verbraucher in Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Österreich, Polen, Rumänien, Spanien und der Tschechischen Republik. Die Ergebnisse für das dritte Quartal sollen Mitte Oktober vorgelegt werden.

dapd

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Trump: Steuern senken und Firmenumzüge nach Mexiko bestrafen
Der neue US-Präsident stellt den Freihandel in Nordamerika in Frage und will Importe aus Mexiko mit Strafzöllen belegen. Das Nachbarland legt sich schon einmal seine …
Trump: Steuern senken und Firmenumzüge nach Mexiko bestrafen
Kältewelle verdeutlicht Frankreichs Atom-Abhängigkeit
Materialsorgen und Finanznöte: Frankreichs Atombranche erlebt schwere Zeiten. Die Atomaufsicht nennt die Lage "besorgniserregend". Und vor der Präsidentschaftswahl ist …
Kältewelle verdeutlicht Frankreichs Atom-Abhängigkeit
McDonald's schwächelt wieder im US-Heimatmarkt
Mit ganztägigem Frühstück und neuen Angeboten hatte es für kurze Zeit so ausgesehen, als ob McDonald's den kriselnden US-Heimatmarkt rasch zurückerobern könnte. Doch der …
McDonald's schwächelt wieder im US-Heimatmarkt
Samsung führt Note 7-Brände auf Batterie-Probleme zurück
Samsung hat sich viel Zeit genommen, um die Probleme bei seinem feuergefährdeten Vorzeige-Modell Galaxy Note 7 zu untersuchen. Der Smartphone-Marktführer will verlorenes …
Samsung führt Note 7-Brände auf Batterie-Probleme zurück

Kommentare