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Genauso viel Strom, aber dafür billiger - Verbraucher müssten nur zu günstigeren Anbietern wechseln.

Weil sie den Anbieter nicht wechseln

Verbraucher zahlen für Strom und Gas Milliarden zu viel

München - Berechnungen zeigen: Verbraucher in Deutschland lassen sich jedes Jahr Einsparungen in Milliardenhöhe entgehen, weil sie nicht in günstigere Strom- und Gastarife wechseln.

Allein beim Strom würden 36 Millionen Haushalte zusammen 5,6 Milliarden Euro weniger ausgeben, wenn sie einen günstigeren Anbieter in Anspruch nähmen, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe mit Verweis auf Berechnungen des Vergleichsportals Verivox. Weitere Milliardeneinsparungen seien beim Gas möglich.

Am stärksten sind demnach die Unterschiede für Stromkunden, die sich noch im Grundversorgungstarif des örtlichen Stadtwerks oder Regionalversorgers befänden. Sie würden in einem günstigen Tarif im Schnitt 22,5 Prozent weniger zahlen. Bei einem Zwei-Personen-Haushalt mit 2400 Kilowattstunden Verbrauch pro Jahr würde die Rechnung so von 766 Euro auf 594 Euro sinken.

Hohe Preisdifferenzen beim Gas

Beim Gas sind die Preisdifferenzen sogar noch größer: Der Unterschied zwischen dem Grundversorgungstarif und einer günstigen Alternative liege bei 39 Prozent. Schon bei einem moderaten Gasverbrauch von 15.000 Kilowattstunden pro Jahr würde die Gasrechnung nach einem Wechsel von 1132 Euro auf 691 Euro sinken. Etwas mehr als die Hälfte der privaten Gaskunden sei in einem Sondertarif - aber auch dann könnten sie ihre Rechnung noch im Schnitt um 25 Prozent drücken.

Insgesamt sehen die Berechnungen ein Einsparpotenzial von zehn Milliarden Euro im Jahr. Verbraucherschützer bestätigen der Mediengruppe, dass die Privatkunden in Deutschland viel Geld sparen könnten. Christina Wallraf, Energie-Expertin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, sagte, bei Berechnungen für das Bundesland hätten sich "sehr ähnliche Größenordnungen abgezeichnet". Sie empfahl Haushalten, einmal pro Jahr die Energietarife zu überprüfen.

AFP

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