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Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren im Oktober Haushaltsenergie und Kraftstoffe um 1,2 Prozent teurer, Foto: Andreas Gebert

Kraftstoffe teurer

Verbraucherpreise in Deutschland steigen wieder schwächer

Gute Nachrichten für Verbraucher: Der Anstieg der Energiepreise schwächt sich ab. Das hat Folgen für die Inflation insgesamt.

Wiesbaden (dpa) - Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich erstmals seit Juni wieder verlangsamt. Im Oktober lagen die Verbraucherpreise nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Vor allem der Anstieg der Energiepreise schwächte sich deutlich ab, wie die Wiesbadener Behörde mitteilte. Das drückte die Inflation insgesamt. Von September auf Oktober 2017 blieb das Niveau der Verbraucherpreise nach diesen ersten Zahlen des Bundesamtes unverändert.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren im Oktober Haushaltsenergie und Kraftstoffe zwar um 1,2 Prozent teurer, im September hatte das Plus bei diesem wichtigen Posten aber noch 2,7 Prozent betragen. Für Nahrungsmittel indes mussten Verbraucher im Oktober 4,3 Prozent mehr zahlen als vor Jahresfrist, im September waren es noch 3,6 Prozent.

Dienstleistungen, zu denen Kaltmieten für Wohnungen zählen, verteuerten sich von Oktober 2016 auf Oktober 2017 um 1,6 Prozent. Hier verminderte sich der Preisauftrieb etwas. Mieten machen ein Fünftel des Warenkorbes aus, anhand dessen die Statistiker Monat für Monat die Teuerungsrate berechnen.

Der nach europäischen Standards errechnete Preisindex (HVPI) für Deutschland lag im Oktober um 1,5 Prozent über dem Vorjahresmonat. Binnen Monatsfrist sank er um 0,1 Prozent. Detaillierte Zahlen will das Bundesamt am 14. November veröffentlichen.

Der deutsche HVPI fließt in die Berechnung der Inflationsrate für den gesamten Euroraum ein, an der die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet. Die EZB strebt mittelfristig für die 19 Eurostaaten ein stabiles Preisniveau bei knapp unter 2,0 Prozent Teuerung an - weit genug entfernt von der Nullmarke.

Denn dauerhaft niedrige oder gar sinkende Preise könnten Unternehmen und Verbraucher dazu bringen, Investitionen aufzuschieben - das würde die Konjunktur abwürgen. Mit viel billigem Geld versuchen die Währungshüter daher, die Konjunktur anzuschieben und die Inflation in Richtung ihrer Zielmarke zu treiben.

Statistisches Bundesamt zu Inflation 10/2017

Statistisches Bundesamt zu Inflation

Preis-Kaleidoskop Bundesamt

Zeitreihe Leitzinsen der EZB

EZB-Kaufprogramme

Eurostat zu Inflation

Geldpolitische Beschlüsse der EZB 26.10.2017

Eingangsstatement EZB-Präsident Draghi 26.10.2017

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