Anstieg schwächt sich ab

Strom, Obst und Kleidung werden teurer

Berlin - Die Verbraucherpreise sind im August mäßig angestiegen. Vor allem Strom, Obst, Gemüse, Butter sowie Schuhe und Bekleidung wurden teurer. Für manche Produkte fiel der Preis aber auch:

Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich im August wieder abgeschwächt. Die Inflationsrate betrug im vergangenen Monat 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Im Juli hatte sie noch bei 1,9 Prozent gelegen, im Juni bei 1,8 Prozent. Die im Vergleich zu den Vormonaten niedrigere Teuerungsrate sei vor allem mit der Preisentwicklung bei Energie zu erklären. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte sie bei 1,8 Prozent gelegen, erklärten die Statistiker.

Strom ist um 11,6 Prozent teurer geworden

Generell habe es bei der Energie gegenläufige Preisentwicklungen gegeben. So sei Strom wie in den Vormonaten im August im Vorjahresvergleich um 11,6 Prozent teurer geworden. Auch die Preise für feste Brennstoffe und die Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme lagen demnach über dem Vorjahresniveau. Erheblich günstiger seien aber Heizöl mit minus 8,1 Prozent und Kraftstoffe mit minus 4,5 Prozent gewesen.

Immer noch hoch war die Teuerungsrate bei Lebensmitteln. Butter verteuerte sich im Vergleich zum August 2012 um 32,8 Prozent. Obst war 7,4 Prozent teurer als vor einem Jahr, Gemüse sieben Prozent. Kaffee war hingegen 4,1 Prozent günstiger.

Preise für Schuhe und Bekleidung haben angezogen

Im Vergleich zum Vormonat Juli blieb der Verbraucherpreisindex dem Statistischen Bundesamt zufolge unverändert. Mit dem Übergang zum Herbst zogen die Preise für Schuhe und Bekleidung um 1,5 Prozent an. Dagegen gingen die Preise für Nahrungsmittel im Vormonatsvergleich um 0,8 Prozent zurück. Obst wurde wieder billiger. Die Preise für Weintrauben gingen im August im Vergleich zum Juli um 18,3 Prozent zurück, die für Birnen um 10,4 Prozent. Kartoffeln waren wieder deutlich günstiger, hier fiel der Preis um 13,4 Prozent.

Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex lag im August bei 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Diese Zahlen werden aber auf Grundlage eines anderen Warenkorbs berechnet. Sie sind Maßstab der Europäischen Zentralbank, die bei einer mittelfristigen Inflation von knapp 2,0 Prozent von stabilen Preisen spricht.

AFP

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