ATP-Finale: Zverev sensationell im Endspiel - Halbfinalsieg über Rekordchampion Federer

ATP-Finale: Zverev sensationell im Endspiel - Halbfinalsieg über Rekordchampion Federer
+
Dutzende Protest-Aufkleber auf einer Europa-Flagge am Gebäude der EU-Kommission in Brüssel. Verbraucherschützer warnen vor weiteren Handelsabkommen nach TTIP und Ceta. Foto: Stephanie Lecocq/Archiv

Umweltschutzstandard in Gefahr

Verbraucherschützer warnen vor neuen EU-Handelsabkommen

Brüssel (dpa) - Verbraucherschützer warnen vor neuen EU-Handelsabkommen mit asiatischen und südamerikanischen Staaten.

Es bestehe die reale Gefahr, dass durch die Verträge Verbraucher- oder Umweltschutzstandards abgesenkt oder auf einem niedrigen Niveau festgeschrieben würden, kritisierte die Organisation Foodwatch zur Vorstellung einer Studie mit dem Titel "Handel um jeden Preis?".

Über das mit Japan geplante Abkommen könnten zum Beispiel Import-Lebensmittel mit erhöhten Pestizidrückständen auf den Markt kommen. Grund sei der vergleichsweise starke Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln in der japanischen Landwirtschaft, schreiben die Autoren.

Ein Freihandelsabkommen mit dem lateinamerikanischen Staatenverbund Mercosur birgt nach Einschätzung von Foodwatch große Umweltrisiken. Die Verbraucherschützer erwarten, dass Mercosur-Länder wie Brasilien ihre Fleischproduktion für den Export nach Europa deutlich steigern würden. Dies könnte fatale Folgen für die Umwelt haben, weil in Brasilien ein Großteil der Nutztierhaltung auf gerodeten Regenwaldflächen stattfinde, heißt es.

Die für die Freihandelsverhandlungen der EU zuständige EU-Kommission weist Vorwürfe der Verbraucherschützer seit Jahren vehement zurück. Sie argumentiert, dass alle Produkte, die nach Europa geliefert werden, auch weiterhin alle EU-Standards für Nahrungsmittelsicherheit erfüllen müssten.

Die Verhandlungen der EU mit den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay sind derzeit in der Endphase und sollen bald abgeschlossen werden. Mit Japan gibt es bereits seit dem vergangenen Jahr eine politische Grundsatzeinigung auf ein neues Freihandelsabkommen. Zudem laufen Gespräche mit Ländern wie Mexiko und Indonesien. Die geplanten Abkommen sollen Unternehmen über einen Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen Kosteneinsparungen in Milliardenhöhe bringen.

Foodwatch zur Analyse von 5 EU-Handelsabkommen

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Aldi Süd will mit neuen Filialen punkten - dann stellt eine Kundin den Discounter bloß
Aldi Süd ist dabei, die eigenen Filialen zu modernisieren - dann deckt eine Kundin auf, dass manche Probleme nicht an der Modernisierung hängen.
Aldi Süd will mit neuen Filialen punkten - dann stellt eine Kundin den Discounter bloß
Städtebund: Fahrverbot auf Autobahn "verheerendes Signal"
Immer mehr Gerichte ordnen Fahrverbote für alte Diesel in Innenstädten an. Doch wie sollen diese Anordnungen technisch umgesetzt werden? Die Opposition fürchtet einen …
Städtebund: Fahrverbot auf Autobahn "verheerendes Signal"
Fortschritte in Bahn-Tarifverhandlungen mit der EVG
Landsberg (dpa) - In den Tarifverhandlungen für rund 160.000 Beschäftigte der Deutschen Bahn gibt es in ersten Punkten Einigungen.
Fortschritte in Bahn-Tarifverhandlungen mit der EVG
Scheuer kritisiert neues Diesel-Urteil als "unverhältnismäßig" - Eskalation in der GroKo?
Das Thema Diesel-Streit schlägt weiter hohe Wellen in Deutschland. Nachdem nun das erste Fahrverbot für eine Autobahn angekündigt wurde, droht der Streit auch innerhalb …
Scheuer kritisiert neues Diesel-Urteil als "unverhältnismäßig" - Eskalation in der GroKo?

Kommentare