Verbraucherschützer schlagen Alarm

Vor zwielichtigen Mahnschreiben wird gewarnt

Kaiserslautern - Die rheinland-pfälzische Verbraucherzentrale hat vor Mahnschreiben bestimmter österreichischer Inkassounternehmen gewarnt.

Die Zahlungsaufforderungen der Institute namens ZFM Zentral Forderung Management, Gross Forderungsmanagement und Inkasso Group Ltd. bezeichneten die Verbraucherschützer am Dienstag in Mainz als "unseriös", die Inkassounternehmen als "zweifelhaft". Die Empfänger würden in den Briefen aufgefordert, bis zu 200 Euro auf ein Konto in Bulgarien zu überweisen, andernfalls drohten rechtliche Schritte.

"Die Forderungsschreiben wirken auf den ersten Blick seriös", erklärte der Rechtsexperte der Verbraucherzentrale, Christian Gollner. Die Absender verlangten das Geld, weil die Empfänger angeblich an Gewinnspielen teilgenommen oder einen elektronischen Anrufblocker gekauft hätten. Wer sich gegen die Forderung wehren wolle, habe Probleme, die Unternehmen zu erreichen. "Unter den angegebenen Telefonnummern meldet sich in der Regel niemand", erklärte Gollner.

Verbraucher sollten derartige Schreiben sehr kritisch prüfen, denn wer keinen Vertrag geschlossen habe, müsse auch nichts bezahlen. Unberechtigten Forderungen sollten Verbraucher schriftlich per Fax oder Brief widersprechen. Wer die Angelegenheit einfach auf sich beruhen lasse, dem drohe nach mehrmaliger Mahnung ein negativer Eintrag bei einer Auskunftei, etwa der Schufa.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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