Verbraucherzentralen kündigen höhere Gebühren an

Passau - Verbraucherzentralen in Deutschland werden wegen neuer Steuersätze künftig höhere Gebühren für Beratungen verlangen oder Angebote streichen. 850.000 Euro müssen sie künftig zusätzlich berappen.

“Manche Verbraucherzentralen werden die Beratungsangebote zurückfahren müssen“, sagte der Chef des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Gerd Billen, der Passauer Neue Presse. Andere seien gezwungen, die Entgelte für ihre Beratung zu erhöhen. Hintergrund sei, dass die Verbraucherzentralen von 2012 an für kostenpflichtige Beratungen 19 statt bisher 7 Prozent Mehrwertsteuer bezahlen müssten. Dadurch würden etwa 850.000 Euro pro Jahr zusätzlich fällig.

“Leidtragende sind am Ende so oder so die Verbraucher“, sagte der Chef des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Gerd Billen, der Zeitung. Er forderte von Bund und Ländern einen Ausgleich für die steuerlichen Mehrbelastungen. Bisher hätten drei Länder, darunter Mecklenburg-Vorpommern, zugesagt, die Steuererhöhung mit Hilfe von Landesmitteln zu kompensieren.

dpa

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