Verbraucherzentralen wollen Dosen-Rücknahme kontrollieren

- Berlin - Die Verbraucherzentralen in Deutschland wollen von Mittwoch an genau überprüfen, ob der Handel seiner Verpflichtung zur Rücknahme von bepfandeten Dosen und Einwegverpackungen nachkommt. Der Bundesverband Verbraucherzentrale (VZBV) stellte in Berlin einen Musterbrief vor, mit dem sich Kunden bei den Behörden beschweren können, wenn sie ihr Pfand nicht zurück bekommen.

<P>Mit dem Ende der Übergangsregelung am 1. Oktober müssen auch Einweg-Verpackungen zurückgenommen werden, die nicht im selben Geschäft gekauft wurden. Voraussetzung ist, dass Verpackungen gleicher "Art, Form und Größe" im Sortiment geführt werden. Diese Vorschrift umgehen große Discounter wie Aldi, Lidl und Plus, indem sie eigene Verpackungen benutzen. Diese "Insellösungen" machten den Verbraucherschützern "große Kopfschmerzen", sagte die Verbandsvorsitzende Edda Müller.</P><P>Die Verbraucherschützer legten auch fiktive Rechnungen für den Hauptverband des Deutschen Einzelhandel (HDE) und Bundesfinanzminister Hans Eichel vor. Die Rechnung an den HDE beläuft sich auf über 323 Millionen Euro, die der Handel durch nicht zurück erstattetes Pfandgeld seit Januar 2003 verdient habe. Der Finanzminister erhält eine Rechnung über 60 Millionen Euro - Einnahmen aus der Mehrwertsteuer auf das nicht zurückgegebene Pfand. "Die Abzocke muss ein Ende haben", forderte der VZBV.</P>

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