Verdacht der Kursmanipulationen von VW-Aktien

Stuttgart - Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Kursmanipulation im Zusammenhang mit der VW-Porsche-Fusion auch gegen den Chef der Maple Bank in Frankfurt.

Nach einem Bericht der “Süddeutschen Zeitung“ sollen Bankchef Wolfgang Schuck und weitere Beschäftigte der Bank verdächtigt werden, im Auftrag des Sportwagen-Herstellers Porsche den Kurs der VW-Aktie illegal beeinflusst haben. Bankchef Schuck wies den Verdacht der Kursmanipulation zurück. “Wir haben uns nichts vorzuwerfen“, sagte er am Mittwoch im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP. “Wir haben alle Geschäfte nach bestem Wissen und Gewissen stets im Einklang mit den bestehenden Gesetzen betrieben“, sagte er. Die Bank kooperiere mit den Behörden; er gehe davon aus, dass nach den sicher noch Wochen oder gar Monate dauernden Ermittlungen “nichts weiteres passiert“, erklärte Schuck. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stuttgart wollte am Mittwoch keine Namen nennen. Sie erklärte lediglich, es gebe in dem Verfahren mehrere Beschuldigte. Ein Ende der Ermittlungen sei vor dem Frühjahr 2010 nicht absehbar.

Anzeige der Finanzaufsicht

Die Staatsanwälte ermitteln gegen den früheren Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und seinen Finanzvorstand Holger Härter, wie das Unternehmen Mitte August bestätigte. Es gehe um den Verdacht der Marktmanipulation und der Verletzung aktienrechtlicher Publizitätspflichten. Geschäftsräume seien durchsucht und “diverse geschäftliche Unterlagen“ beschlagnahmt worden. Durchsuchungen gab es ferner in Privatwohnungen sowie bei der Maple Bank. Porsche hatte VW übernehmen wollen, sich bei dem Versuch aber hoch verschuldet. Die Staatsanwaltschaft in Stuttgart ermittelt aufgrund einer Anzeige der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Diese hatte wegen auffälliger Kurssprünge der VW-Aktie zwischen etwa 250 Euro und 1.000 Euro und zurück innerhalb weniger Tage eine Untersuchung eingeleitet. Starke Kursausschläge der Volkswagen-Aktie hätten für Porsche wegen risikoreicher Optionsgeschäfte mit dem VW-Papier teuer werden können.

AP

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