ver.di: Branche soll Heros-Jobs sichern

- Berlin - Nach dem Insolvenzantrag des Geldtransporteurs Heros in Folge eines Betrugs hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die gesamte Branche zum Erhalt der rund 4000 bedrohten Arbeitsplätze aufgefordert. ver.di-Vorstand Dorothea Müller sprach sich am Dienstag in Berlin zugleich für eine Neuordnung der Branche aus.

In der Pflicht sieht die Gewerkschaft auch den schwedischen Konzern Securitas. Deren deutsche Geld- und Wertdienste waren nach Angaben von ver.di Ende November an Heros verkauft worden, obwohl klar gewesen sei, dass sich Heros nicht an allgemein verbindliche Tarifverträge halte. Auch habe Heros die gesamte Branche mit DumpingAngeboten unterboten.

Müller forderte Securitas und alle anderen Unternehmen der Geld-Wert-Branche auf, nicht nur Aufträge von Heros zu übernehmen, sondern auch die Beschäftigten. "Es gibt jetzt die Chance, die Geld-Wert-Branche neu zu ordnen, das Preis-Dumping zu beenden und faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen", erklärte Müller. Kundenunternehmen sollten dafür sorgen, dass "schwarze Schafe" in der Branche künftig keine Chance erhielten, "Fuß zu fassen oder gar zum Marktführer zu expandieren".

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