Ver.di: "Die Zeichen bei der Telekom stehen auf Sturm"

- Köln - Die Weichen für den ersten großen Streik bei der Deutschen Telekom seit ihrer Privatisierung sind gestellt. Die große Tarifkommission der Gewerkschaft ver.di beschloss am Freitag in Köln einstimmig die Urabstimmung. "Die Zeichen bei der Deutschen Telekom stehen auf Sturm", sagte Lothar Schröder, ver.di-Vorstand und Vizeaufsichtsratschef der Telekom.

"Wir stehen vor einer Auseinandersetzung, wie sie die Deutsche Telekom bisher noch nicht kannte." In der kommenden Woche sollen die Telekom-Mitarbeiter mit ihrer Stimme abschließend über Arbeitsniederlegungen entscheiden. Am Donnerstag soll das Ergebnis feststehen. Erforderlich für einen Streik sei eine Zustimmungsquote von 75 Prozent, sagte Schröder. "Ich bin zuversichtlich, dass wir die erreichen werden." Den Streik könne die Gewerkschaft lange durchhalten: "Wir haben was im Kreuz."

Die Telekom will 50 000 Beschäftigte in Service-Gesellschaften auslagern, wo sie für weniger Geld länger arbeiten sollen. Die Verhandlungen zwischen ver.di und dem Telekom-Management waren in der vergangenen Woche abgebrochen worden.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dax ringt um Stabilisierung
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax kämpft ringt um Stabilisierung. Nachdem der deutsche Leitindex seine Gewinne zwischenzeitlich abgeben musste, drehte er wieder ins Plus.
Dax ringt um Stabilisierung
Qualcomm hebt Gebot für Chipfirma NXP an
San Diego (dpa) - Der Chipkonzern Qualcomm will die Übernahme des Halbleiter-Spezialisten NXP mit einem nachgebesserten Angebot doch noch zum Erfolg bringen. Um die …
Qualcomm hebt Gebot für Chipfirma NXP an
Lettlands Zentralbankchef bestreitet Vorwürfe
Riga (dpa) - Lettlands Zentralbankchef Ilmars Rimsevics hat die gegen ihn erhobenen Korruptionsvorwürfe zurückgewiesen und will trotz Rücktrittsforderungen …
Lettlands Zentralbankchef bestreitet Vorwürfe
Bitburger verkauft weniger, Umsatz stabil
Mit höheren Bierpreisen will die Bitburger Braugruppe ihre Erlöse steigern. Dafür nimmt sie vorübergehend Absatzeinbußen in Kauf. Im Ausland hat der Brauer aus der Eifel …
Bitburger verkauft weniger, Umsatz stabil

Kommentare