Verdi kündigt an

Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Potsdam - Die Bürger müssen sich in den kommenden drei Wochen auf Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder einstellen.

Nach der Vertagung der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Bundesländer sind von Montag an Warnstreiks geplant. In Berlin sollen vor allem Schulen betroffen sein, wie der Landesverband der Gewerkschaft Erziehung Wissenschaft (GEW) am Freitag mitteilte. In Rheinland-Pfalz dagegen ist nach Angaben der Gewerkschaft Verdi erst ein zentraler Warnstreiktag am 4. März geplant - wenige Tage vor der nächsten Verhandlungsrunde am 7. und 8. März. Verdi rufe vor allem die Mitarbeiter von Straßen- und Autobahnmeistereien sowie Teile der Verwaltung zum Protest auf, außerdem seien neben der GEW auch die Polizeigewerkschaft und der Deutsche Beamtenbund (dbb) beteiligt, sagte ein Landessprecher.

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) war zuvor in Potsdam ohne Ergebnis abgebrochen worden, nachdem die Arbeitgeber erneut kein Angebot vorgelegt hatten. Ein ursprünglich für diesen Freitag angesetzter zweiter Verhandlungstermin wurde gestrichen.

Die GEW nimmt in den Tarifverhandlungen eine Sonderrolle ein. Denn neben der Auseinandersetzung um 6,5 Prozent mehr Geld für die etwa 800 000 Angestellten der Länder will sie für die Lehrer einen bundesweiten Tarifvertrag durchsetzen. Dabei geht es vor allem um die unterschiedliche Eingruppierung je nach Bundesland.

dpa

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