Verdi: Schlecker-Tarifverhandlungen vertagt

Stuttgart - Die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Drogeriekonzern Schlecker sind auf diesen Montag vertagt worden. Inzwischen gibt sich Verdi zuversichtlich.

“Wir sind guter Dinge, dass wir ein Ergebnis erreichen werden“, sagte Bernhard Franke von der Gewerkschaft Verdi am Samstag in Stuttgart. Bei den Verhandlungen am Donnerstag und Freitag hätten sich beide Seiten “in wesentlichen Eckpunkten sehr stark angenähert“. Die Gespräche sollen nun in München fortgesetzt werden. Verdi fordert einen Beschäftigungssicherungs- und Sozialtarifvertrag für die rund 41.000 Schlecker-Beschäftigten.

Außerdem soll sich auch die Unternehmenstochter Schlecker XL dazu verpflichten, tarifvertragliche Mindestbedingungen einzuhalten. Die Gewerkschaft befürchtet, dass durch die angekündigte Schließung von 500 kleinen Filialen Mitarbeiter entlassen werden. Diese Mitarbeiter sollen nach Gewerkschaftsansicht zu gleichen Bedingungen in den neuen Großfilialen weiterbeschäftigt werden. Auch eine Bindung an die Einzelhandelstarifverträge für die Beschäftigten aller Vertriebsformen soll durchgesetzt werden. Verdi hofft nach Frankes Worten, der Tarifkommission am kommenden Dienstag in Frankfurt/Main ein Ergebnis vorlegen zu können.

dpa

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