Tarifkonflikt geht weiter

Verdi beendet Streik bei Amazon

Berlin - Seit Montag streiken Verdi-Mitarbeiter beim Internetversandhändler Amazon. Der Arbeitskampf wird jedoch vorerst nicht fortgeführt. Doch die Gewerkschaft gibt nicht auf.

Nach vier Tagen Arbeitskampf beendet die Gewerkschaft Verdi vorerst ihren Streik beim Online-Versandhändler Amazon. Der Tarifkonflikt gehe aber weiter, teilte die Gewerkschaft mit. Demnach legten am Donnerstag noch einmal rund 1600 Beschäftigte ihre Arbeit an vier Standorten nieder: in Bad Hersfeld in Hessen, im sächsischen Leipzig sowie in Werne und Rheinberg (Nordrhein-Westfalen). Der Ausstand sollte noch bis zum Ende der Spätschicht am Donnerstagabend laufen.

Die Mitarbeiter hätten in den vergangenen Tagen klar gemacht, „dass sie in ihrem Kampf für sichere und gute Arbeitsbedingungen nicht nachlassen“, teilte Verdi mit. Wie es nun weitergehen soll, wurde zunächst nicht bekannt.

Begonnen hatten die Streiks in der Nachtschicht von Sonntag auf Montag in Bad Hersfeld, dem größten deutschen Amazon-Standort. Beteiligt hatten sich in den vergangen Tagen auch Beschäftigte in Koblenz (Rheinland-Pfalz) und Elmshorn (Schleswig-Holstein).

Der Streik traf den Onlinehändler im Ostergeschäft. Amazon habe aber dank seines europäischen Logistiknetzwerkes seine Lieferversprechen einhalten können, bekräftigte Unternehmenssprecherin Anette Nachbar erneut. Verdi sah dagegen Beeinträchtigungen bei dem Versandhändler, der etwa 10 000 Menschen beschäftigt.

Die Gewerkschaft will Amazon zur Aufnahme von Tarifverhandlungen bewegen - und zwar zu den besseren Bedingungen des Einzel- und Versandhandels. Das Unternehmen lehnt das ab. In dem Tarifkonflikt gibt es seit Mai 2013 immer wieder Streiks, eine Einigung ist aber nicht in Sicht.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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