Protest gegen Sonntagsarbeit

Verdi weitet Streik im Handel aus

München - Hunderte legten am Freitag kurzfristig die Arbeit nieder. Verdi fordert für die Beschäftigten im Groß- und Einzelhandel ein Plus von 5,5 Prozent, die Arbeitgeber haben bisher nur 1,5 Prozent angeboten. Der Protest richtet sich auch gegen die geplante Sonntagsöffnung.

Hunderte Beschäftigte im bayerischen Handel sind am Freitag für höhere Löhne auf die Straße gegangen.

In München richteten sich die Proteste auch gegen eine geplante Sonntagsöffnung der Geschäfte im Juni.

Allein in der Landeshauptstadt kamen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi rund 500 Menschen zu einer Kundgebung in der Innenstadt. Auch in Rosenheim, Augsburg, Memmingen und Fürstenfeldbruck rief Verdi Beschäftigte in mehreren Geschäften zu Protesten auf. Die Warnstreiks sollen auch am Samstag fortgesetzt werden.

Verdi will 5,5 Prozent mehr Lohn

Mit den Protestaktionen will die Gewerkschaft Druck auf die Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen machen. Verdi fordert für die Beschäftigten 5,5 Prozent mehr Lohn. Die Beschäftigten leisteten hervorragende Arbeit, dies müsse auch bei den Gehältern anerkannt werden, sagte Hubert Thiermeyer, Verdi-Verhandlungsführer in Bayern. Das bisherige Angebot der Arbeitgeber von 1,5 Prozent sei nicht akzeptabel.

dpa

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