ver.di-Streikvorbereitungen bei Lufthansa laufen auf Hochtouren

Frankfurt/Main - Wenige Tage nach dem Pilotenstreik bei der Lufthansa drohen der größten deutschen Fluggesellschaft weitere Arbeitsniederlegungen. Derzeit liefen die Vorbereitungen für Arbeitskämpfe beim Boden- und Kabinenpersonal auf Hochtouren, sagte ver.di-Sprecher Harald Reutter am Mittwoch.

Die Urabstimmung von ver.di endet an diesem Donnerstag. Am Freitag will die Gewerkschaft auf einer Pressekonferenz in Berlin das Ergebnis verkünden und mitteilen, wann und wo genau gestreikt wird.

Im Gegensatz zum Streik der Piloten bei zwei Lufthansa-Töchtern, die von der Pilotenvereinigung Cockpit komplett zu 36 Stunden Streik aufgerufen worden waren, will ver.di die Streiks jeweils auf einzelne Bereiche beschränken. So sollen nicht alle Lufthansa-Beschäftigten zur selben Zeit die Arbeit niederlegen, vielmehr würden nacheinander strategische Punkte bestreikt, hieß es. Im Laufe der Zeit sollen aber alle Bereiche nacheinander erfasst werden.

Die Gewerkschaft ver.di verhandelt für rund 50 000 Mitarbeiter am Boden und in der Kabine über einen neuen Tarifvertrag. Sie hatte 9,8 Prozent mehr Geld bei einem Jahr Laufzeit gefordert. Die Vereinigung Cockpit verhandelt derzeit für rund 1000 Piloten der Lufthansa-Töchter CityLine und Eurowings.

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