ver.di: Telekom-Service wird durch Streik beeinträchtigt

- Bonn - Die Gewerkschaft ver.di sieht sich für den Streik bei der Deutschen Telekom gerüstet. "Die Organisation steht und wir können innerhalb von zwei Tagen entscheiden, welche Bereiche bestreikt werden", sagte der Streikleiter von ver.di, Ado Wilhelm, in Bonn der dpa-AFX.

Zum Auftakt würden am Freitag 10 000 Mitarbeitern ihre Arbeit niederlegen, wovon vor allem Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hessen und Niedersachsen/Bremen betroffen sein würden. In den betroffenen Regionen werde es zu Verzögerungen etwa bei der Auftragsbearbeitung geben. "Es kann auch sein, dass der bestellte Techniker nicht kommt." Zu einem "Totalausfall" werde es allerdings nicht kommen. Die Proteste würden sowohl die Privat- wie auch die Geschäftsnutzer zu spüren bekommen.

"Klar ist, den Arbeitskampf werden die Kunden bemerken, auch wenn die Zahl der Streikenden von Tag zu Tag schwanken kann", sagt Wilhelm weiter." In den kommenden Wochen will ver.di den Streik ausweiten, sollte die Telekom nicht einlenken. "Wir planen bereits größere Protestveranstaltungen in drei bis fünf Städten, an denen sich mehr als 15 000 Telekom-Beschäftigte beteiligen sollen", betonte der Gewerkschafter.

Der Protest richtet sich gegen die geplante Auslagerung von rund 50 000 Beschäftigten in neue Gesellschaften unter dem Namen T-Service, die für die betroffenen Mitarbeiter mit einer Lohnkürzung und längeren Arbeitszeiten verbunden ist. Der Streikleiter appellierte an die Telekom, die Pläne fallen zu lassen.

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