+
Flugzeuge von Ryanair stehen während eines Streiks von Piloten der irischen Low-Cost-Airline am Flughafen Charleroi in Belgien Foto: Virginie Lefour

Gehaltserhöhungen gefordert

Verdi verhandelt mit Ryanair über deutsche Flugbegleiter

Berlin/Frankfurt (dpa) - Nach dem Streik der Ryanair-Piloten in fünf europäischen Ländern geht es nun um die Belange der rund 1000 in Deutschland stationierten Flugbegleiter.

Die Gewerkschaft Verdi nimmt nach eigenen Angaben an diesem Mittwoch Verhandlungen zu einem nationalen Tarifvertrag mit dem irischen Billigflieger auf.

Zu den zentralen Forderungen gehöre eine substanzielle Entgeltsteigerung, teilte Verdi am Montag in Berlin mit. Durch saisonale Schwankungen und fehlende Flugstunden-Garantien könnten sogar einige Vollzeit-Beschäftigte als Grundgehalt monatlich nur bis zu 1000 Euro brutto erhalten.

"Das ist völlig inakzeptabel", sagte Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. Ryanair müsse zudem deutsches Sozialrecht zu Entgeltfortzahlungen im Krankheitsfall anerkennen. Verdi will zudem gegen Befristungen, Leiharbeit und kurzfristige Versetzungen angehen.

Die in Deutschland mit Verdi konkurrierende Kabinengewerkschaft Ufo verhandelt parallel mit der irischen Fluggesellschaft, hat aber anders als Verdi bislang keine Anerkennungsvereinbarung unterzeichnet. Nach deutschen Tarifrecht ist eine formale Anerkennung aber nicht zwingend nötig, um zu einem Tarifvertrag zu kommen.

Beide Gewerkschaften stimmen sich mit Berufsorganisationen aus anderen Ländern in zwei getrennten Netzwerken auf europäischer Ebene ab. Bei Ryanair hat es bereits Flugbegleiter-Streiks in Belgien, Spanien, Portugal und Italien gegeben.

Cabin Crew United zu Ryanair

Verdi zu Anerkennungsvereinbarung (18.07.2018)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Aldi: Eine Frau erlebt eine böse Überraschung mit Fotobuch
Im Fotobuch von Aldi wollte eine Frau ihre Erinnerungen festhalten. Doch was sie bekommt, gefällt ihr überhaupt nicht: Das gelieferte Buch ist leer, die Fotos fehlen.
Aldi: Eine Frau erlebt eine böse Überraschung mit Fotobuch
Nutzfahrzeugmesse IAA zeigt Zukunft der Transportbranche
Hannover (dpa) - Staus und gefühlt immer mehr Lkw-Unfälle auf den Autobahnen, mehr Paket-Lieferanten in den Innenstädten und die Angst vor Diesel-Fahrverboten: Der …
Nutzfahrzeugmesse IAA zeigt Zukunft der Transportbranche
Tesla: US-Strafermittler wollen mehr Informationen zu Musks Aktien-Tweet
Die überraschende Ankündigung von Tesla-Chef Elon Musk, den Elektroauto-Hersteller von der Börse nehmen zu wollen, ist ins Blickfeld von Strafermittlern geraten.
Tesla: US-Strafermittler wollen mehr Informationen zu Musks Aktien-Tweet
EU-Steuerstreit: Apple legt 14 Milliarden Euro zur Seite
Der iPhone-Hersteller Apple hat im Steuerstreit mit den Wettbewerbshütern der EU mehr als 14 Milliarden Euro auf einem Treuhandkonto hinterlegt.
EU-Steuerstreit: Apple legt 14 Milliarden Euro zur Seite

Kommentare