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Die Insolvenz der Drogeriekette stößt rechtliche Diskussionen an.

Nach Schlecker-Pleite

Verdi verlangt Änderung am Insolvenzrecht

Berlin - Ehemalige Mitarbeiter der Drogeriemarktkette Schlecker und Gewerkschaftsvertreter fordern als Konsequenz aus der Pleite des Unternehmens Änderungen am Insolvenzrecht.

Sie übergaben am Montag in Berlin einen Forderungskatalog an Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), wie der baden-württembergische Landesbezirk der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in Stuttgart mitteilte. Was den Schlecker-Mitarbeitern nach der Pleite widerfahren sei, solle anderen von Insolvenz Betroffenen erspart bleiben, erläuterte die Vorsitzende des Schlecker-Gesamtbetriebsrats, Christel Hoffmann.

Zu dem Katalog gehören den Angaben zufolge die Forderung nach einer verlängerten Zahlung von sogenanntem Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit an die betroffenen Beschäftigen. Kosten und Gebühren des Insolvenzverfahrens müssten gekappt und die Zahlungen an den Insolvenzverwalter gekürzt werden. Außerdem müsse es "einen gesetzlichen Anspruch zur Finanzierung von Transfergesellschaften" geben. Die Forderungen wurden den Angaben zufolge in diesem Jahr auch vom Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) beschlossen.

Schlecker, die einst größte Drogeriemarktkette Deutschlands, hatte im Januar 2012 Insolvenz angemeldet, im Juni 2013 schlossen die letzten Läden. Rund 25.000 Beschäftigte in ganz Deutschland verloren durch die Pleite ihren Arbeitsplatz. Die Gründung einer Transfergesellschaft scheiterte am Widerstand der FDP.

AFP

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