Verdi will unbefristeten Post-Streik verhindern

Bonn - In ihrem seit Wochen andauernden Tarifkonflikt haben sich Verdi und die Deutsche Post grundsätzlich zu neuen Gesprächen bereit erklärt, um einen unbefristeten Streik doch noch abzuwenden. Bedingung für ein erneutes Treffen mit der Post-Spitze sei allerdings ein Verzicht auf längere Arbeitszeiten für weite Teile der Belegschaft, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis der "Bild"-Zeitung.

Der flächendeckende Ausstand könnte laut Verdi ab dem 2. Mai beginnen.

Konzernsprecher Uwe Bensien sagte, die Post habe die Äußerungen Kocsis' zur Kenntnis genommen. Inhaltlich wollte er sich aber nicht dazu äußern. "Das muss am Verhandlungstisch geklärt werden, und wir haben immer gesagt, dass wir uneingeschränkt gesprächsbereit sind", betonte er.

Seit Freitag entscheiden rund 100 000 Verdi-Tarifbeschäftigte über einen unbefristeten Streik. Die Gewerkschaft erwartet in der bis zum heutigen Dienstag dauernden Urabstimmung eine breite Zustimmung. "Wir wollen keinen Streik um jeden Preis, aber wenn es dazu kommt, sind wir bereit", betonte Verdi-Sprecher Günter Isemeyer. 

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