ver.di wirft Aldi Nord Bestechung vor

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Berlin/Essen (dpa) - Die Gewerkschaft ver.di geht juristisch gegen die Handelskette Aldi Nord vor. Wegen Behinderung der Betriebsratsarbeit sei Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Essen gestellt worden, sagte ein Gewerkschaftssprecher am Samstag der dpa.

Er bestätigte Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Samstag). Hintergrund seien Erkenntnisse aus dem Unternehmen, dass gezielt versucht worden sei, die Arbeitnehmerorganisation AUB als vermeintliche Interessenvertretung aufzubauen und systematisch zu finanzieren. Dagegen werde versucht, die Arbeit von ver.di- Betriebsräten zu behindern, indem sie etwa von Seminaren ausgeschlossen würden.

Die von der "Süddeutschen" genannten 350 000 Euro, mit denen Aldi Nord die Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB) unterstützt haben soll, bestätigte der ver.di-Sprecher nicht. Die Essener Staatsanwaltschaft hatte den Eingang einer entsprechenden Anzeige bereits bestätigt. "Inhaltlich kann ich noch überhaupt nichts dazu sagen", hatte Staatsanwalt Wilhelm Kassenböhmer der Deutschen Presse-Agentur dpa am Freitag gesagt.

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