+
Das Logo auf der Zentrale der Deutschen Telekom in Bonn (Archivbild).

Eselsmützen und Strafarbeiten

Ver.di wirft Telekom "Psychoterror" vor

Hamburg - Die Gewerkschaft ver.di wirft der Deutschen Telekom unerträglichen Druck auf Beschäftigte ihrer Tochter T-Mobile USA vor. Es geht unter anderm um Eselsmützen und Strafarbeiten.

Eine Dokumentation zu Arbeitsbedingungen der 30.000 Beschäftigten ergebe das Bild eines Unternehmens, „das brutalen Psychoterror auf seine Mitarbeiter ausübt“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel “. Mitarbeitern von Callcentern hätten etwa Eselsmützen tragen oder Strafarbeiten schreiben müssen, wenn sie Leistungsvorgaben nicht erfüllten.

So viel kassierten die Bosse der Dax-Konzerne 2011

So viel kassierten die Bosse der Dax-Konzerne 2011

Die Dienstleistungsgewerkschaft stützt ihre Vorwürfe auf eine Dokumentation, die sie mit US-Kommunikationsgewerkschaft CWA erarbeitet hat. Darin seien auch willkürliche Kündigungen und Verletzungen von Mitarbeiterrechten dokumentiert worden. Die Telekom wies die Vorwürfe zurück. Vorstandschef René Obermann sagte dem „Spiegel“: „Wir nehmen jeden Einzelfall ernst, untersuchen ihn und stellen Missstände ab, sollten sie vorhanden sein.“ Es gehe aber auch um eine Gewerkschaftskampagne für mehr Einfluss in den USA.

dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

VW entlässt VW-Vorstand Heinz-Jakob Neußer
Nach dem Abgas-Skandal wurde der VW-Vorstand und ehemalige Entwicklungschef Heinz-Jakob Neußer beurlaubt. Nun soll ihm fristlos gekündigt werden.
VW entlässt VW-Vorstand Heinz-Jakob Neußer
Scholz würdigt Erfolg der Griechenland-Rettung
Es war eine Existenzkrise bis an den Rand der Staatspleite und des Rauswurfs aus der Eurozone: Acht Jahre hing Griechenland am Tropf internationaler Geldgeber. Und nun?
Scholz würdigt Erfolg der Griechenland-Rettung
Ernteausfälle wegen Dürre können auch Verbraucher treffen
Ein heißer und trockener Sommer liegt hinter den Landwirten in Norddeutschland. Die Ernte wird schlecht ausfallen. Das hat auch Folgen für die Verbraucher.
Ernteausfälle wegen Dürre können auch Verbraucher treffen
Neuwagenkäufer über 60: männlich, markentreu, mobil
Beim Autokauf sind Senioren konservativ. Sie informieren sich am liebsten beim Händler und dort beim selben Ansprechpartner. Dann geht es los - und zwar gerne im SUV …
Neuwagenkäufer über 60: männlich, markentreu, mobil

Kommentare