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EC-Karten verschiedener Banken. Künftig sollen die Gebühren für ein Girokonto übersichtlicher einsehbar sein. Foto: Tobias Kleinschmidt

Vergleich von Girokonto-Gebühren soll leichter werden

Für fast alle Dienstleistungen gibt es inzwischen Webseiten, auf denen Verbraucher Preise vergleichen können. Ein gemeinsamer Entwurf von Bundesfinanzministerium und Justizministerium soll nun für mehr Transparenz bei den Girokonto-Gebühren sorgen.

Berlin (dpa) - Wer ein Girokonto eröffnen will, soll künftig leichter herausfinden können, welche Bank für ihn das günstigste Angebot hat. Das ist das Ziel eines Gesetzesvorhabens, zu dem die Bundesregierung jetzt einen Referentenentwurf vorgelegt hat.

Darin ist festgelegt, dass die Kreditinstitute für die einzelnen Gebühren keine verschwurbelten Begriffe benutzen dürfen, die für Laien nur schwer verständlich sind. Stattdessen soll eine "standardisierte Zahlungskontenterminologie" verwendet werden.

Außerdem sollen Webseiten, auf denen Verbraucher die Konditionen verschiedener Anbieter vergleichen können, von staatlicher Seite ein Zertifikat erhalten, wenn sie bestimmte Standards erfüllen. Dazu gehört beispielsweise, dass sie nicht nur die Gebühren auflisten, sondern auch erwähnen, über wie viele Filialen und Geldautomaten die jeweilige Bank verfügt. Das freut vor allem Institute, die einen umfassenden persönlichen Service anbieten und nicht nur eine Hotline.

"Es gibt einige gute Ansätze", sagte Frank-Christian Pauli, Finanz-Referent beim Verbraucherzentrale Bundesverband. Eine Vereinheitlichung bestimmter Begriffe und ein Übersichtsblatt mit den wichtigsten Kosten zum Konto seien aber noch in der europäischen Abstimmung. "Von ihnen wird es mit abhängen, wie gut der Vergleich gelingt", fügte Pauli hinzu.

Der Entwurf schreibt den Banken auch vor, was sie tun müssen, damit die Kunden den "Umzug" ihres Girokontos zu einem anderen Kreditinstitut möglichst einfach bewerkstelligen können.

Mit dem geplanten Gesetz werden zum Teil auch EU-Vorgaben umgesetzt. Die abschließenden Beratungen in Bundestag und Bundesrat werden für Anfang 2016 erwartet.

Aus Sicht des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes gibt es in Sachen Vergleichbarkeit und Wechselservice allerdings keinen Handlungsbedarf. Ein Verbandssprecher sagte: "Aus unserer Sicht stellen die neuen Regelungen keine Verbesserung für die Verbraucher dar, denn bei den Gebühren besteht bereits heute vollständige Transparenz und auch der Wechsel zu einer anderen Bank ist völlig unproblematisch."

Referentenentwurf

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