Vergleichen und verhandeln: Beim Fondskauf Geld sparen

- Wer mit Aktienfonds sein Geld vermehren will, muss erst einmal welches ausgeben. Mit mehreren Prozent der Anlagesumme schlägt der so genannte Ausgabeaufschlag beim Kauf zu Buche. Damit decken die Investmentgesellschaften ihre Vertriebskosten. Aber preisbewusste Anleger können sparen: Indem sie mit der Hausbank günstigere Konditionen aushandeln, im Internet zugreifen oder einen freien Vermittlern auswählen. "Ein Preisvergleich lohnt sich", sagt Jürgen Kurz, Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz.

<P class=MsoNormal>Direktbanken</P><P class=MsoNormal>Direktbanken, die ihr Geschäft nur per Internet oder Telefon betreiben, bieten laut Kurz für viele Fonds einen um die Hälfte reduzierten Aufschlag an. Bei einer Anlage von beispielsweise 5000 Euro und einem sonst üblichen Aufschlag von fünf Prozent zahlt der Kunde dann nur 125 statt 250 Euro. Ein Vorteil, der sich besonders bei langfristigen Sparplänen auszahlt, bei denen regelmäßig Fondsanteile gekauft werden, für die immer wieder Ausgabeaufschläge gezahlt werden müssen.<BR>Aber: "Direktbanken sind etwas für Anleger, die sich mit Wertpapieren auskennen und wissen, welchen Fonds sie wollen", betont Jürgen Kurz. Denn auf Beratungsgespräche wird hier verzichtet. Und bei Spekulationsverlusten könnten Kunden keinen Schadenersatz fordern, weil ein Bankangestellter falsche Empfehlungen gegeben hat.</P><P class=MsoNormal>Freie Vermittler </P><P class=MsoNormal>Noch üppigere Rabatte als Direktbanken bieten so genannte freie Vermittler. "Fonds mit sonst hohen Ausgabeaufschlägen sind dort häufig zum Nulltarif erhältlich", erläutert Michael Sittig von der Zeitschrift "Finanztest". Selbst die Gebühren für Wertpapierdepots erstatten einige Anbieter, denn sie arbeiten meist im Auftrag spezieller Fondsgroßhändler und bekommen Rabatte, die sie an die Kunden weitergeben.<BR>Neben kleinen Preisen können Kunden auch mit einem großen Angebot rechnen: "Fondsshops bieten in der Regel eine umfangreiche Auswahl an Fonds", erklärt Peter Lischke, Geldexperte der Verbraucherzentrale Berlin. Kunden könnten aus einem umfangreicheren Spektrum wählen als bei Filialbanken, die vorwiegend Produkte hauseigener Fondsgesellschaften anpreisen.</P><P class=MsoNormal>Börse </P><P class=MsoNormal>Überschätzt wird laut Michael Sittig die Chance, beim Kauf über die Börse ein Schnäppchen zu machen. Auf dem Parkett der auf Fonds spezialisierten Handelsplätze Hamburg und Berlin-Bremen werden viele Wertpapiere zwar zu vergleichsweise geringen Kosten geordert und verkauft. Doch weil Anleger dort nicht direkt spekulieren können, werden auch Transaktionsgebühren bei einem Broker fällig. "Viele denken, dies sei billiger, aber es fallen zweimal Kosten an", betont Sittig. Dieser Weg lohne sich nur, wenn ein hoher Ausgabeaufschlag die Alternative wäre.</P><P class=MsoNormal>Hausbanken</P><P class=MsoNormal>Filialen ihrer Mutterbanken sind die klassischen Vertriebsstellen der Investmentgesellschaften - für Anleger jedoch die teuerste Variante. Dort wird meist der volle Ausgabeaufschlag berechnet. Angesichts der zunehmenden Konkurrenz empfiehlt Verbraucherschützer Lischke, bei der Hausbank zu verhandeln und nach Rabatten zu fragen. Am besten gebe der Kunde zu verstehen, dass er bei fehlendem Entgegenkommen woanders sein Geld anlegt. Langjährige, finanzstarke Kunden mit Erfahrung seien dabei im Vorteil, sagt DSW-Sprecher Kurz.</P><P class=MsoNormal>Liste mit Direktbanken und Fondsvermittlern im Internet:<BR>www.stiftung-warentest.de/online/geldanlage-banken/meldung/1159815/1159815/1160383.html</P>

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